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Trockenübung für den Ernstfall - 120 Soldaten proben in Dresden die Kommunikation bei Hochwasser

Trockenübung für den Ernstfall - 120 Soldaten proben in Dresden die Kommunikation bei Hochwasser

Ein Unwetter treibt in Sachsen sein Unwesen. Starke Regenfälle und Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern in der Stunde werden in Dresden verzeichnet.

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Oberstleutnant der Reserve Andreas Reschke bespricht mit seinen Kameraden eine fiktive Hochwassersituation.

Quelle: Hauke Heuer

Die Elbe und angrenzende Flüsse können die Wassermassen nicht mehr halten – sie treten über die Ufer. Wer am Wochenende den Sonnenschein bei einem Spaziergang im Park genoss, weiß, dass diese Hiobsbotschaften weit von der Wirklichkeit entfernt sind. Für die 83 Reservisten und 36 aktiven Soldaten, die am Wochenende in der Dresdner Graf-Stauffenberg-Kaserne eine Planübung für kommende Hochwasserkatastrophen durchführten, war dieses Szenario zumindest auf Computern und Karten bittere Realität.

„Im Ernstfall fungieren sogenannte Verbindungskommandos auf Bezirks- und Kreisebene als Bindeglied zwischen den zivilen Kräften und der Bundeswehr. Die Einsatzstäbe fordern über diese Einheiten Unterstützung an. Diese geben die Anfrage an höhere Kommandostellen weiter. Insgesamt 16 derartige Kommandos werden während einer Flutkatastrophe sachsenweit eingerichtet. Damit die Abläufe reibungslos funktionieren, muss regelmäßig trainiert werden“, erklärt Bundeswehrsprecher Oberstleutnant Christoph von Löwenstern die Notwendigkeit der Planübung.

Die Kommandos, die sonst in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet sitzen, versammelten sich am Wochenende im großen Graf-Stauffenberg-Saal. Hunderte Kameraden in Flecktarn sitzen an Tischen, hacken auf Computertastaturen ein, zeichnen imaginäre Sandsackwälle auf Karten und rufen sich Kommandos zu.

Oberstleutnant der Reserve Andreas Reschke, im zivilen Leben Anwalt in Dresden, hat das Kommando über das Dresdner Verbindungskommando – nicht nur während der Übung, sondern beim vergangenen Juni-Hochwasser auch in der Realität. „Reservisten führen neben ihrem sozialen Engagement in der Bundeswehr ein ziviles Leben. Da ist es wichtig, die Abläufe regelmäßig einzuüben“, sagt Reschke und fügt hinzu, „ich war bereits beim Hochwasser 2002 im Einsatz. Damals war vieles sehr chaotisch. Wir haben daraus gelernt, die Kommunikation normiert und Abläufe optimiert. Heute sind wir wesentlich besser vorbereitet“. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt habe sich in einer Hochwassersituation verbessert, so Reschke. So ist den Dresdner Reservisten für den Hochwasserfall bereits ein eigener Raum in der Verwaltung zugewiesen worden – eine gewisse Routine ist vorhanden.

Dass die Kameraden im Katastrophenfall unersetzbar sind, macht von Löwenstern noch einmal deutlich: „Soldaten schleppen nicht nur Sandsäcke. Unsere Kräfte koordinieren vor Ort auch den Einsatz von tausenden Zivilisten und führen – wie etwa in Laubegast – mit Spezialfahrzeugen Evakuierungen durch. Pioniere und Hubschrauber können im Notfall größere Mengen Material an einen Deich bringen. Wir helfen immer dort, wo wir am meisten gebraucht werden.“

Hauke Heuer

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