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Trio handelte mit gefälschten Pässen, Drogen, Falschgeld

Trio handelte mit gefälschten Pässen, Drogen, Falschgeld

krimineller Gemischtwarenladen, mit denen sich die Mitglieder einer international agierenden Bande ihr Geld verdienten - Urkundenfälschung, Drogen- und Menschenhandel und anderes. Drei Bandenmitglieder müssen sich derzeit vor dem Dresdner Landgericht verantworten.

Varban I. krimineller Gemischtwarenladen, mit denen sich die Mitglieder einer international agierenden Bande ihr Geld verdienten - Urkundenfälschung, Drogen- und Menschenhandel und anderes. Drei Bandenmitglieder müssen sich derzeit vor dem Dresdner Landgericht verantworten, das Verfahren gegen vier weitere wurde abgetrennt. Die Staatsanwaltschaft warf in einer einstündigen Anklage den Bulgaren Varban I. und Petar P. sowie dem Türken Samim A. vor, in wechselnder Besetzung gefälschte Ausweise, Reisepässe und Führerscheine organisiert, Drogen nach Deutschland geschmuggelt, Falschgeld, Euro und US-Dollar angeboten und Scheinehen organisiert zu haben.

Der Ablauf war immer ähnlich: Sie nahmen Bestellungen für Dokumente entgegen, ließen sie in einer Fälscherwerkstatt in Bulgarien fertigen, schmuggelten sie nach Deutschland und verkauften sie an die Auftraggeber. Sie lieferten, was bestellt wurde - polnische, spanische, bulgarische Papiere. Vor allem zwei Vietnamesen nutzten den Handel mit gefälschten Dokumenten, um Landsleuten die illegale Einreise zu ermöglichen und verdienten damit selbst kräftig. Sie kauften Pässe für 4000 Euro und verkauften sie für 6000 Euro weiter. Auch Deutsche, die hier Probleme mit der Fahrerlaubnis hatten, ließen sich in Bulgarien Führerscheine fälschen. Zudem wurde über Samim A., der in Holland lebte, Kokain und Marihuana von dort nach Deutschland geschmuggelt.

Allerdings arbeitete man wohl nicht sehr sorgfältig, sowohl Drogen als auch Dokumente wurden oft von den Bestellern wegen schlechter Qualität zurückgegeben. Und man fühlte sich sehr sicher. Der Bande war es nicht aufgefallen, dass sie ins Visier der Ermittler geraten war und überwacht wurde. So verkauften sie einer "Vertrauensperson", also jemandem, der mit der Polizei zusammenarbeitete, Drogen, Falschgeld und gefälschte Papiere. Im Januar 2015 wurde die Bande ausgehoben.

Varban I. muss sich zudem noch wegen Menschenhandels verantworten. Er hatte im März 2013 für 20 000 Euro eine Bulgarin von einem Menschenhändler "erworben" und sie hier zur Prostitution gezwungen. Er drohte der Frau, sie oder ihre Familie zu töten, wenn sie nicht mitmache und schickte sie auch mit hohem Fieber und schwanger auf den Strich. Der Prozess wird fortgesetzt.

Monika Löffler

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