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Trio ergaunert sich mit bösem Trick Erspartes von Rentner

Ganz miese Masche Trio ergaunert sich mit bösem Trick Erspartes von Rentner

Das war wirklich eine ganz übler, mieser Trick, mit der betagte Dresdner im September 2014 um ihr Erspartes betrogen wurden. Ein betrügerisches Trio nutzte deren Hilfsbereitschaft mit einer billigen „Drei-Taschentücher- Story“ infam aus. Insgesamt 5500 Euro und diversen Goldschmuck ergaunerten sich die Ganoven.


Quelle: dpa

Dresden. Das war wirklich eine ganz übler, mieser Trick, mit der betagte Dresdner im September 2014 um ihr Erspartes betrogen wurden. Ein betrügerisches Trio nutzte deren Hilfsbereitschaft mit einer billigen „Drei-Taschentücher- Story“ infam aus. Insgesamt 5500 Euro und diversen Goldschmuck ergaunerten sich die Ganoven. Wegen gewerbsmäßigem Bandenbetrugs muss sich der Slowake Rudolf H. seit gestern vor dem Amtsgericht verantworten. Mit ihm auf der Anklagebank sollten eigentlich seine Landsfrauen Natalia G. und Agnes S. sitzen – die Damen zogen es jedoch vor nicht zu erscheinen, ihr Verfahren wurde abgetrennt. Dafür hatte männliche Verwandtschaft des Angeklagten den Weg nach Dresden gefunden und verfolgte die Verhandlung von der Zuschauerbank aus.

Die Masche war immer gleich: Das Trio sprach alte Menschen – der jüngste Zeuge gestern war 76 Jahre, die älteste 93 – an und fragte nach dem Weg zum Krankenhaus. Es folgte eine billige, aber leider oft wirkungsvolle Geschichte: Wahlweise war der Bruder, Sohn oder Kollege nach einem Unfall ins Krankenhaus gekommen, müsse operiert werden und der oder die Angesprochene solle doch bitte mitfahren und den Weg zeigen, was die Rentner auch taten .Im Auto heulten die Frauen wie die Klageweiber, der Mann telefonierte mit einem fiktiven Arzt im Krankenhaus und erfuhr angeblich, dass die OP zuvor bezahlt werden müsse, da das Unfallopfer nicht versichert sei. Dann kam die Frage an die Senioren, ob sie das Geld nicht leihen könnten, da man nur Dollar oder nicht soviel Bares dabei habe. Es würde selbstverständlich zurückgezahlt.

Einige der Rentner lehnten, ab, einige ließen sich aber darauf ein. Zum vereinbarten Rückgabetermin erschien niemand, und in der als Pfand hinterlassenen Laptop-Tasche war kein Laptop, sondern Papier. Einmal allerdings mit einem Fingerabdruck des Angeklagten und einmal mit einem Kassenbon eines Mediamarktes, so kam man den Gaunern auf die Spur.

Die Verhandlung hat es in sich: Rudolf H. macht keine Angaben, die mutmaßlichen Mittäterinen fehlen und die Betroffenen tun sich schwer. Die alten Leute, die zum Teil mit Stock und Hörgerät ins Gericht kamen oder sogar begleitet werden mussten, waren ziemlich aufgeregt und konnten sich nach zwei Jahren nicht mehr genau an die Täter erinnern. Zwei Frauen und ein Mann sollen es gewesen sein – alle sehr elegant und gebrochen Deutsch sprechend.. So richtig festlegen, ob Rudolf H. der Mann in dem Auto war, wollten sie sich nicht. Vielleicht gehörten zu der Bande aber noch mehr Leute. „Der Angeklagte war definitiv nicht der Mann von damals“ sagte ein Zeuge. Wies aber auf einen von dessen Verwandten im Zuschauerraum. „Der schon eher.“. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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