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Trinkwasser in Dresden durch mehrstufiges Zugangssystem geschützt

Wasserqualität Trinkwasser in Dresden durch mehrstufiges Zugangssystem geschützt

Im „Tatort“ am Montag drohten Umweltaktivisten, das Trinkwasser zu vergiften. Ist das in Dresden möglich? „Ja“, sagt die Drewag, sofern Terroristen am Werk sind. Denn trotz eines mehrstufigen Sicherheitssystems ist hunderprozentiger Schutz nicht möglich.

Die Filterhalle des Wasserwerks Coschütz – Sicherheitsbereich bei der Drewag.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Alarm bei der Drewag. Umweltaktivisten wollen das Dresdner Trinkwasser vergiften. In der Firmenzentrale an der Rosenstraße tagt ununterbrochen ein Krisenstab, Computerexperten rüsten auf, um alle automatisch verschlossenen Zugänge zum Wassernetz vor Hackern zu schützen. Die Polizei ist im Einsatz. Gelingt es den Tätern dennoch, zum Beispiel in eines der Wasserwerke in Coschütz, Tolkewitz oder Hoserwitz zu gelangen, könnten sie tatsächlich die Wasserqualität beeinflussen.

Ein solches Schreckensszenario, wie es am Pfingstmonat auch im Tatort-Krimi eine Rolle spielte, ist nicht gänzlich ausgeschlossen. „Generell gibt es keine Garantie oder hundertprozentige Sicherheit vor Terror- bzw. Sabotageakten“, sagt Gerlind Ostmann, Sprecherin der Drewag. Die Verantwortlichen sehen sich aber gut aufgestellt. „Die Sicherheit der Trinkwasserversorgung ist nach bestem Wissen und auf dem neusten Stand der Technik gewährleistet“, beruhigt die Sprecherin, ohne Details nennen zu wollen. Basis dafür seien Handlungsempfehlungen des „Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches“ (DVGW für das Risikomanagement und den Krisenfall. Für Dresden heißt das, der Schutz der Wasserwerke, Hochbehälter und Pumpwerke ist „durch ein mehrstufiges Sicherheitssysstem gegen unbefugten Zutritt gewährleistet“. Welche Komponenten dieses System ausmachen, bleibt geheim. „Aus verständlichen Gründen“, so die Sprecherin. Die Verantwortlichen wollen es potenziellen Tätern so schwer wie möglich machen.

Parallel dazu wird stets überprüft, wie die Qualität des Trinkwassers ist, stellenweise sogar rund um die Uhr durch Online-Messung und Datenaufzeichnung. Außerdem gibt es Messstellen im gesamten Wassernetz, in den Hochbehältern, Pumpwerken und öffentlichen Einrichtungen wie etwa Kindergärten und Schulen. Das Trinkwasser ist das am besten überprüfte Lebensmittel in ganz Deutschland, argumentieren deshalb Menschen, die in Flaschen abgefülltes Mineralwasser ablehnen. Diese Behauptung kam nicht von Gerlind Ostmann. Sie sagt aber: „Beanstandungen der Trinkwasserbeschaffenheit lassen sich ... sehr schnell feststellen und örtlich eingrenzen.“ Im Klartext heißt das dann wieder: Keine Gefahr, so lange es nicht Terroristen auf das Wassernetz abgesehen haben.

Von Christoph Springer

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