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Trinkwasser für Dresden: Sanierte Talsperre Klingenberg freigegeben

Trinkwasser für Dresden: Sanierte Talsperre Klingenberg freigegeben

Dresden / Klingenberg.  Sachsen hat seine größte Wasserbaustelle vollendet und gibt die Talsperre Klingenberg nun am kommenden Freitag (20. September) frei. Nach achtjähriger Bauzeit sei die Anlage umfassend modernisiert, teilte das Umweltministerium am Freitag in seiner Einladung zu dem Termin mit.

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Die Talsperre Klingenberg staut wieder Trinkwasser für die Region Dresden.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Der Freistaat hatte rund 85 Millionen Euro in die fast 100 Jahre alte Anlage investiert, die mit rund 14 Millionen Kubikmetern ihren normalen Wasserstand erreicht. Ursprünglich sollte die Talsperre am 3. Juni übergeben werden. Aber dann kam das Hochwasser und verlangte andere Prioritäten.

Die Talsperre entstand in den Jahren 1908 bis 1914, nachdem ein Hochwasser 1897 verheerende Schäden im Osterzgebirge angerichtet hatte. Der Stausee wird vom Fluss Wilde Weißeritz gespeist. Im Verbund mit den Speicherbecken Lehnmühle, Rauschenbach und Lichtenberg versorgt die Talsperre den gesamten Weißeritzkreis, die Stadt Freital und 60 Prozent der Stadt Dresden mit Trinkwasser. Sachsen hat insgesamt 23 Trinkwassertalsperren und 33 Talsperren für Brauchwasser. Nach Nordrhein-Westfalen ist der Freistaat damit das Bundesland mit den meisten Talsperren.

Erste Wasserspeicher entstanden in Sachsen schon vor 500 Jahren für den Bergbau. Davon kündet bis heute die sogenannte Revierwasserlaufanstalt Freiberg - ein System aus wasserführenden Stollen und Kunstgräben, das zehn Teiche verbindet. Die größte Talsperre Sachsens in Eibenstock hat ein Fassungsvermögen von 75 Millionen Kubikmetern. Die älteste Talsperre steht in Einsiedel bei Chemnitz und wurde zwischen 1890 und 1894 gebaut. Prinzipiell haben Talsperren außer der Wasserversorgung auch eine regulierende Funktion. Sie sollen bei Niedrigwasser ihren Inhalt abgeben und dienen zugleich als Rückhalt, wenn Hochwasser droht.

dpa

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