Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Google+
Tricksereien Stadt will Gründerzeithaus am Konkordienplatz verkaufen

Tricksereien Stadt will Gründerzeithaus am Konkordienplatz verkaufen

Grünen-Stadträtin Andrea Schubert wirft der Verwaltung im Rathaus und Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf eines Gründerzeithauses am Konkordienplatz 3 Rechtsbruch vor.

Voriger Artikel
Comarch baut Rechenzentrum in Dresden-Plauen
Nächster Artikel
Ab heute in der Alten Mensa Dresden: Hausmannskost von einem Spitzenkoch

Karolina Huber mit Ella (1) zeigt die Auffanggefäße für das Regenwasser im Gründerzeithaus am Konkordienplatz 3. Eine Baugemeinschaft will das Haus erwerben, fühlt sich aber von der Stadt Dresden ausgetrickst.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das Grundstück liegt mitten im Sanierungsgebiet Pieschen und befindet sich derzeit im Eigentum der Stadt. Schubert zufolge darf der Verkaufspreis maximal sieben Prozent über dem von einem Gutachter ermittelten Verkehrswert liegen. "So sind die Regeln in Sanierungsgebieten, um frühzeitige Preisexplosionen zu verhindern", erklärt sie.

Der gültige Verkehrswert für das Haus am Konkordienplatz liegt bei rund 90 000 Euro. Dieser schließt Grundstück und Gebäude ein. Eine erste Ausschreibung im März brachte aber kein Ergebnis. In der zurzeit laufenden werden Boden- und Hauswert getrennt voneinander betrachtet. Vorjohann begründete dies gegenüber dem Finanzausschuss mit der Genehmigungsfähigkeit.

Bei der ersten Ausschreibung sei die Nachfrage nach dem Objekt sehr groß gewesen und die Gebote lagen entsprechend höher als der zulässige Kaufpreis. Allerdings gelte die Limitierung, so Vorjohann, laut Baugesetzbuch nur für die Bodenwerte. Für das Haus könne man höhere Gebote durch die formale Trennung beider Dinge nun akzeptieren.

Andrea Schubert widerspricht energisch: "Herr Vorjohann und die Stadtplaner, mit denen er sich abgestimmt haben will, hebeln Recht und Gesetz aus. Sie trennen Sachen, die man nicht trennen darf." Die Grüne und die Mitglieder einer drei Parteien umfassenden Baugemeinschaft, die das Mehrfamilienhaus kaufen und sanieren will, wittern Preistreiberei. Die Stadt könne jetzt bis zu 200 000 Euro aus dem Verkauf "herausschlagen". Für die Mitglieder der Baugemeinschaft zu viel. Sie haben gerechnet und wissen, dass ab einem Gebot von etwa 150 000 Euro für sie Schluss ist.

"Wir wollen nicht alle Häuser in Pieschen in große Hände geben, aber genau das scheint jetzt wieder zu passieren", ärgert sich Schubert. "Deshalb bereiten wir einen Antrag für den Stadtrat vor, wonach künftig Baugemeinschaften mit guten Konzepten gegenüber großen Investoren bevorzugt behandelt werden sollen." Unterdessen will sie auch prüfen, ob es Sinn macht, dass sich die Rechtsaufsicht mit dem Fall Konkordienplatz 3 beschäftigt.

Christoph Stephan

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.