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"Traumatisierte Helfer": Dresden für Alle kritisiert Zustände in Dresdner Asylbewerber-Zeltstadt

"Traumatisierte Helfer": Dresden für Alle kritisiert Zustände in Dresdner Asylbewerber-Zeltstadt

Dresden.  Mit drastischen Worten hat am Freitag der Dresdner Kai Loewenbrück, Arzt im Uniklinikum, die Situation in der Asylbewerber-Zeltstadt an der Bremer Straße beschrieben.

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Quelle: dpa
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Mehrere Hundert Packungen mit Obst und Gemüse haben die Dresdner Tafel und das Umweltzentrum an Zeltstadt-Bewohner verteilt.

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Sein Kollege, Prof. Gerhard Ehninger, konkretisierte die Kritik: Es fehlen geeignete Untersuchungsräume im Lager, Medikamente können nicht vernünftig gelagert werden und das Verfallsdatum von Teilen des Materials sei bereits überschritten. „Die Bedingungen entsprechen nicht unserem Berufsethos“, sagte Ehninger. Klartext zur Zeltstadt: Die Ärzte, die gemeinsam mit etwa 30 Fachkräften ehrenamtlich in der Asylbewerberunterkunft an der Bremer Straße geholfen haben, finden die Zustände dort untragbar.

Zu viele Menschen leben auf zu engem Raum, gerade jetzt an den heißen Tagen bestehe die Gefahr, dass Krankheiten ausbrechen. Kinder würden nicht vernünftig betreut, Familien hätten keinen Raum für sich. Ehninger geht noch weiter: Diese unhaltbaren Zustände sollten nicht an die Öffentlichkeit, ordnet er die Tatsache ein, dass Medien nicht direkt aus dem Lager berichten dürften.

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Derzeit ist das Gelände rund um den Turnhallenkomplex an der Nöthnitzer Straße umzäunt.

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Eindrücke von der Zeltstadt für Flüchtlinge an der Bremer Straße in Dresden.

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„Es wird vermittelt, dass alles prima läuft. Aber es läuft nicht alles prima“, so der Professor aus dem Uniklinikum. Helfer seien traumatisiert, auch er könne die Situation im Lager nur schwer verkraften. „Ich bin mit Tränen aus der Zeltstadt gegangen“, berichtete Ehninger. Die Ärzte und das Netzwerk „Dresden für Alle“ verlangen umgehend Verbesserungen. Dass das Lager so nicht zu halten ist, wollten sie aber nicht sagen. Ali Moradi, der Geschäftsführer des Sächsischen Flüchtlingsrates, ging weiter. Angesichts immer wiederkehrender Probleme in der sächsischen Flüchtlingserstaufnahme forderte er personelle Konsequenzen im Innenministerium und der Landesdirektion Sachsen, die dem Ministerium unterstellt ist und das Zeltlager betreibt.

cs

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