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Trachauer Kita für Pieschener Kids: Ein Altmieter bremst Pläne der Stadt aus

Trachauer Kita für Pieschener Kids: Ein Altmieter bremst Pläne der Stadt aus

"In Pieschen haben wir einen hohen Zuzug und den Trend zum Dritt- und Viertkind", konstatierte Kita-Eigenbetriebsleiterin Sabine Bibas am Dienstag im Ortsbeirat Pieschen.

Nur sind die kommunalen Flächen ausgereizt, Areale an den Hauptverkehrsadern Hansa-, Großenhainer und Leipziger Straße sind allein wegen des Lärms ungeeignet genauso wie Grundstücke entlang der Eisenbahntrasse oder ausgewiesene Hochwasserschutzgebiete. Deshalb soll bis 2015 für 3,4 Millionen Euro eine Kita in Trachau an der Schützenhofstraße 103 entstehen, um dort Pieschener Kinder aufzunehmen. Der Garagenhof der Anwohner muss dafür weichen (DNN berichteten).

Es werde eine mittelgroße Kita mit zwei Etagen für 114 Kinder, stellte Architekt Karsten Tille das Projekt vor. Auf der zur Schützenhofstraße zeigenden Nordseite des Gebäudes befinde sich der Haupteingang sowie einige Nebenräume. Die Gruppenräume für die Kinder liegen auf der Südseite des Hauses, die offener und mit viel Glas gestaltet wird. Von dort gelangen die Kinder auch auf die Außenanlage. Diese nimmt aber nicht das gesamte restliche Grundstück ein. Eine Fläche für 30 Pkw soll dem Anwohnerparken vorbehalten bleiben. Sie erhält eine neue Zufahrt über die Doppler- und Carl-Zeiss-Straße. Das Liegenschaftsamt soll den Parkplatz zur Pacht ausschreiben. So könnten die Trachauer dort eine Parkfläche mieten. "Wir suchen noch jemanden, der den Parkraum bewirtschaftet", erklärt dazu Tille.

Die betroffenen Anwohner, von denen ein Dutzend den Ortsbeirat verfolgte, waren skeptisch. In Trachau wohnen keine Kinder, es gibt keinen ÖPNV, also werden alle Eltern mit dem Auto kommen, so die Befürchtung aus den Zuhörerreihen. Und vom Ersatz der verloren gegangenen Stellflächen sei auch nicht mehr die Rede, beschwerten sich Anwesende.

Thorsten Wonneberger glaubte nicht, dass sich für den Parkplatz hinter der Kita ein Betreiber findet, da das Konzept unwirtschaftlich sei. Mit 75 abzureißenden Garagen, zusätzlich nötigen Parkplätzen für die Erzieherinnen und Feuerwehr-Zufahrten werde man bis zu hundert Stellplätze einbüßen. Wonneberger befürchtet auch, dass während der Bauarbeiten und später, wenn die Eltern ihren Nachwuchs bringen und abholen, auf Grund des Verkehrsaufkommens ein einseitiges Parkverbot in der schmalen Schützenhofstraße geltend gemacht wird. Der Eigenbetrieb setzt hingegen darauf, dass viele Eltern mit dem Rad kommen. Jedoch hat die Schützenhofstraße nicht mal einen Radweg. "Das halte ich für eine Zumutung", meinte Ortsbeirat Thilo Naffin (Die Linke).

Sabine Bibas rechnet in drei Wochen mit der Baugenehmigung für den Kindergarten. Das Baufeld soll so schnell es geht vorbereitet werden, um im Frühjahr mit dem Bau zu starten und 2015 die Kita eröffnen zu können. Das geht jedoch erst, wenn Thorsten Wonneberger - der letzte Garagenmieter - ausgezogen ist. Der Trachauer wartet aber erst mal das schriftliche Urteil des Amtsgerichts ab und behält sich vor, gegen dessen Entscheidung in Berufung zu gehen. Bis dahin verstreichen mindestens vier Wochen, ist sich Wonneberger sicher.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.10.2013

Madeleine Arndt

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