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Touristen spülen Geld in die Dresdner Stadtkasse

Beherbergungssteuer als Erfolgsmodell Touristen spülen Geld in die Dresdner Stadtkasse

Eigentlich sollten mit der Beherbergungssteuer sechs Millionen Euro im Jahr eingenommen werden. Doch das war tief gestapelt. Die Einnahmen aus der Abgabe, die jeder Tourist zahlen muss, liegen deutlich höher, wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert jetzt mitteilte.

Unerwartet hoher Ertrag: Die Einnahmen aus der Bettensteuer liegen über den Erwartungen.Archiv

Dresden..  Die Landeshauptstadt Dresden hat im vergangenen Jahr einen Reinerlös von rund vier Millionen Euro aus der Bettensteuer erzielt. Das teilte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) jetzt auf Anfrage von FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzendem Holger Zastrow mit. Die Steuer wird seit 1. Juli 2015 erhoben. Die Stadt wollte damit rund sechs Millionen Euro pro Jahr einnehmen.

Tatsächlich flossen laut Hilbert vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 4 168 631 Euro in die Stadtkasse. Die Stadt erhob auf 982 985 - unter Umständen auch mehrtägige – Beherbergungen die Abgabe. 321 118 Beherbergungen wurden von den Hotels und Pensionen als steuerfrei anerkannt. Außerdem gingen bei der Stadt 730 Anträge auf Rückerstattung der Beherbergungssteuer ein. 564 Anträge wurden von der Stadt positiv entschieden, es flossen 8345 Euro an die Übernachtungsgäste zurück.

422 Beherbergungseinrichtungen sind gegenwärtig zur Abführung der Beherbergungssteuer verpflichtet. Den Verwaltungsaufwand für die Erhebung der Abgabe im vergangenen Jahr schätzt Hilbert auf einen Betrag von weniger als 150 000 Euro.Damit bleibt ein erhebliches Plus für die Stadtkasse.

Die Abgabe richtet sich nach dem Preis für eine Übernachtung. So wird für unter 30 Euro ein Euro fällig. Bei einem Bettenpreis zwischen 90 bis 120 Euro müssen dagegen sieben Euro pro Nacht gezahlt werden. Wer sich beruflich in Dresden aufhält, muss die Steuer nicht zahlen. Der Tourismusverband Dresden kritisiert die Beherbergungssteuer insbesondere deshalb, weil die Dresden-Besucher für ihr Geld keinen Gegenwert in Form von Ermäßigungen in Kultureinrichtungen erhalten.

Wenig verwunderlich: Trotz sinkender Touristenzahlen sieht die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit keinen Grund, an der Beherbergungssteuer etwas zu ändern. „Im Moment stellt sich die Frage nicht“, erklärte Linke-Fraktionsvorsitzender André Schollbach. „Wenn es aber Vorschläge zur Optimierung gibt, dann soll es an uns nicht liegen“, lud Grünen-Fraktionsvorsitzende Christiane Filius-Jehne die Übernachtungsbranche ein, Verbesserungsvorschläge vorzulegen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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