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Tierpflegerin Josefine zieht Känguru Taronga im Dresdner Zoo per Hand auf

Tierpflegerin Josefine zieht Känguru Taronga im Dresdner Zoo per Hand auf

Milchhunger im Zweistundentakt und Mamas Bauch als Lieblingsplatz – Kleine Kängurus haben am Anfang ihres Lebens ganz ähnliche Bedürfnisse wie die Menschenbabys.

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Quelle: Julia Vollmer

Doch auch im Tierreich kann es manchmal zu einer Störung in der Mutter-Kind-Bindung kommen. Das kleine Kängurumädchen Taronga Judith aus dem Dresdner Zoo wurde von ihrer Mama Pia aus dem Beutel geschmissen und wird nun von Tierpflegerin Josefine Bruse aufgezogen. Die 23-jährige Tierwärterin hat sich dem Nachwuchs angenommen.

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Bilder von Baby-Känguru Taronga und seiner Familie

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Nach der geglückten Handaufzucht eines Roten Riesenkängurus im vergangenen Jahr standen Tierarzt Dimitri Widmer und die Tierpfleger Anfang April erneut vor der Herausforderung, ein Känguru-Jungtier aufzuziehen. Taronga wurde am 1. November 2013 geboren und schaute Anfang April erstmals aus dem Beutel von Mama Pia. Wie die DNN bereits berichteten, warf die 2009 im Dresdner Zoo geborene Pia das Baby-Känguru am 13. Mai ohne erkennbaren Grund aus ihrem Beutel. Die Pfleger konnten keinen Grund für das Verhalten feststellen. Ursachen könnten nach Angaben des Zoos Stress oder eine Krankheit der Mutter sein. Nachdem der Tierarzt das stark unterkühlte Känguru-Jungtier aufgewärmt hatte, versuchte er mehrfach, es der Mutter zurück zu geben. Doch die Versuche misslangen.

Da der Zoo gute Erfahrungen mit der Handaufzucht gemacht hatte, entschied man sich erneut dafür. Tierarzt Dimitri Widmer und Tierpflegerin Josefine Bruse teilten sich die intensive und zeitaufwändige Tätigkeit. Baby Taronga wollte am Anfang alle zwei Stunden gefüttert werden und brauchte sehr viel Nähe. So trug Ersatzmama Josefine Bruse das Kleine in einem Baby-Schlafsack permanent eng am Körper liegend herum. Am Anfang alle zwei, inzwischen alle vier Stunden bekam Taronga eine spezielle, aus Australien importierte Känguru-Milch. Das mittlerweile sieben Monate alte Känguru-Mädchen mampft abends schon etwas Heu, die Mitternachtsmilch muss aber noch sein.

Die Nächte verbringt sie nach wie vor bei Ersatzmama Josefine zuhause. In ihrem Schlafsack schläft sie nahe bei der Tierpflegerin. Anders als ein Menschenbaby macht sich das Tierbaby bei Hunger aber nicht lautstark bemerkbar, sondern wartet bis der Wecker die Tierpflegerin zur Nachtflasche weckt. Während die Pflegerin tagsüber das Gehege der Kängurus sauber macht, gibt sie dem Jungtier die Möglichkeit zum Springen und Hüpfen, um dem starken Bewegungsdrang gerecht zu werden. Langsam soll nun das Kleine von seiner Ersatzmama entwöhnt und in die Känguru-Gruppe integriert werden.

Julia Vollmer

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