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Terrasse statt Winterschlaf - Dresdner Gastronom befürwortet Sommerzeit

Terrasse statt Winterschlaf - Dresdner Gastronom befürwortet Sommerzeit

Uwe König steht dieser Tagen mit seiner Meinung so ziemlich einsam da. Der Dresdner Gastronom ist einer der wenigen, die die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit befürworten.

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Geschäftsfördernd: "Das Licht lockt mehr Gäste in die Biergärten," sagt Uwe König.

Quelle: Susann Schädlich

Denn knapp 65 Prozent aller Bundesbürger sind dafür, sie abzuschaffen. König hält dennoch dagegen: "Für die Gastronomie ist die Sommerzeit ein Gewinn", meint der 49-Jährige voller Überzeugung.

Denn drehen die Deutschen die Uhr eine Stunde nach vorn, bleibt es abends auch länger hell. "Die Menschen haben dann das Gefühl, mehr Zeit nach der Arbeit zu haben, auch wenn es nicht wirklich so ist", erklärt Uwe König. Der Dresdner ist für mehrere verschiedene Gastronomiebetriebe in der Stadt verantwortlich. Jedes Jahr könne er dort in etwa das gleiche Szenario nach der Umstellung auf die Sommerzeit beobachten: Die Helligkeit mache die Dresdner einfach ausgehfreudiger. Das Licht locke sie regelrecht aus ihrem Winterschlaf. "Die Terrassen und Biergärten sind schlagartig voller", berichtet er. Zudem habe er die Erfahrung gemacht, dass die Terrassenatmosphäre auch die Konsumlaune der Gäste ankurbele. "Wenn es draußen hell und warm ist, wird eben eher mal spontan doch noch ein zweites Glas Wein nachbestellt, als im Herbst in der Gaststube", meint der Fachmann.

Gäbe es die Umstellung nicht, wäre das zwar nach Meinung von König nicht der Untergang der elbflorentinischen Gastronomie. Dennoch könnte das für einige Dresdner Wirte durchaus Konsequenzen haben. "Es gibt Punkte in der Stadt, an denen die Wirte ihre Terrassen zu einer bestimmten Zeit schließen müssen", berichtet König. Damit büßten sie sowieso schon den ein oder anderen Gast ein. "Ohne Zeitumstellung wäre es dort in manchen Monaten bereits stockfinster". So könnten die Betreiber laut Uwe König wenigstens die Zeit, in der die Terrasse geöffnet ist, voll ausnutzen.

Die Diskussion über die Zeitumstellung von Politik und Wirtschaft könne er sowieso wenig verstehen. Er wisse zwar, dass sich damit keine Energie sparen ließe. "Wirtschaftliche Interessen werden hier aber über die Natur des Menschen gestellt, der sich an der Sonne orientiert", kontert der Gastwirt. Tatsächlich bringt die Umstellung laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft keine spürbare Energieersparnis. Zwar werde an hellen Abenden weniger Strom für Licht verbraucht, dafür aber mehr Strom bei abendlichen Freizeitaktivitäten benötigt. Langfristig wird so sogar mehr Energie verbraucht. Für Uwe König ist das kein Argument. "Die zusätzliche Stunde Helligkeit am Abend ist ein Stück Lebensqualität. Ich will nicht darauf verzichten", sagt er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.03.2014

Susann Schädlich

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