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Technischer Leiter soll nach Streit Mitarbeiter mit Auto attackiert haben

Amtsgericht Dresden Technischer Leiter soll nach Streit Mitarbeiter mit Auto attackiert haben

Auf dem Bau wird nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, da sind die Sitten etwas rauer. Was sich Jens S. geleistet haben soll, ist allerdings schon sehr deftig, deshalb steht er derzeit vor dem Amtsrichter. Der Technische Leiter einer Zaunbaufirma soll Probleme mit einem Mitarbeiter nicht mit Worten, sondern mit dem Auto gelöst haben.

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Symbolfoto

Quelle: Volkmar Heinz

Dresden. Auf dem Bau wird nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt, da sind die Sitten etwas rauer. Was sich Jens S. geleistet haben soll, ist allerdings schon sehr deftig, deshalb steht er derzeit vor dem Amtsrichter. Der Technische Leiter einer Zaunbaufirma soll Probleme mit einem Mitarbeiter nicht mit Worten, sondern mit dem Auto gelöst und im Februar 2013 den Vorabeiter Lars B. nach einem Streit auf dem Firmengelände mit seinem Pkw absichtlich angefahren haben. Der Mann sei auf der Motorhaube gelandet und dann vom Auto gerutscht. Passiert war nicht viel – eine Schnittwunde an der Hand.

Drei Monate später gab es den nächsten Vorfall, diesmal auf einer Baustelle in Österreich. Wieder gab es Streit. Der Angeklagte soll dann mit seinem VW Transporter und geöffneter Fahrertür auf den Vorarbeiter zugefahren sein. Der hielt sich, so die Anklage, an der Tür fest, wurde mitgeschleift, geriet unter das Auto und wurde überrollt. Lars B. erlitt ein Schädelhirntrauma, einen Lungenriss und Verletzungen am Bein, lag drei Wochen im Koma und war lange krank. Er leidet noch heute unter den Folgen. Eine unglaubliche Geschichte, aber stimmt sie auch?

Nein, behauptet der Angeklagte, es sei anders und eher Notwehr gewesen. „Wir hatten in der Firma Streit, aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen. Ich wollte wegfahren, aber er stand vor dem Auto“, erzählte Jens S. Er habe dann versucht, um den Mann herumzufahren und ihn dabei wohl mit dem Spiegel an der Hand erwischt. Auch in Österreich habe es Streit gegeben und wieder sei er von Lars B. am Wegfahren gehindert worden. „Er riss die Fahrertür auf und wollte mich rausholen. Ich bin losgefahren, er hielt sich fest und muss unter die Tür gekommen sein. Überfahren habe ich ihn nicht.“

Er habe unheimliche Angst vor Lars B. gehabt, erklärte der Angeklagte. „Der kann sehr aggressiv werden. Ich wollte nur weg, weil ich dachte, dass er mir etwas antut.“ Ist er wirklich aus einer Notwehrsituation heraus mit dem Auto weitergefahren? Lars B., der sich selbst als impulsiv beschreibt, hat ein blütenweises Strafregister, da steht nichts von bösen Attacken. Er selbst kann zu dem Vorfall nichts sagen, hat keine Erinnerung an den Vorfall. Urteil folgt.

Von Monika Löffler

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