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Technischer Defekt im Kleinen Haus – zahlreiche Vorstellungen fallen aus

Havarie Technischer Defekt im Kleinen Haus – zahlreiche Vorstellungen fallen aus

Nach einer Havarie im Kleinen Haus des Dresdner Staatsschauspiels müssen in den kommenden Tagen zahlreiche Vorstellungen ausfallen. Wie das Schauspiel mitteilte, ging im Haus an der Glacisstraße die Sprühflutanlage unvermittelt los. Ursache war ein technischer Defekt.

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Die Hauptbühne im Kleinen Haus

Quelle: D. Flechtner (Archiv)

Dresden. Das Dresdner Staatsschauspiel hätte am Donnerstagabend im Kleinen Haus eigentlich „Die Panne“ von Friedrich Dürenmatt aufgeführt. Ironie des Schicksals – denn eine technische Panne im Bühnensaal legte den Betrieb im Kleinen Haus bis auf Weiteres lahm. Aus bisher ungeklärten Gründen wurde nach dem Mittag die Sprühflutanlage ausgelöst und goss etwa 40 000 Liter Wasser in den Bühnenraum. Bis Montag wird der Spielbetrieb auf der großen Bühne deshalb eingestellt.

Gegen 14 Uhr am Nachmittag, kurz nach der Vormittagsprobe, war die Löschanlage durch einen Melder ausgelöst worden. Als die Techniker eintrafen, stand das Wasser bereits zentimeterhoch auf dem Bühnenboden. Das Ausmaß des Schadens zeichnete sich schon gestern Abend, nachdem die Mitarbeiter rund drei Stunden lang das Wasser abgepumpt hatten, ab. Scheinwerfer, Dekoration und weitere Technik wurden über Nacht zum Trocknen gestellt. Erst im Laufe des heutigen Tages können die Techniker den Schadensumfang genau bestimmen. „Wir versuchen zu retten, was zu retten ist“, so Christian Voß, Technischer Direktor des Staatsschauspiels. „Am Freitag werden wir sehen, was erneuert oder gar ganz ersetzt werden muss.“

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Das Dresdner Staatsschauspiel hätte Donnerstagabend im Kleinen Haus eigentlich „Die Panne“ von Friedrich Dürenmatt aufgeführt. Ironie des Schicksals – denn eine technische Panne im Bühnensaal legte den Betrieb bis auf Weiteres lahm. Die Sprühflutanlage löste aus und goss etwa 40.000 Liter Wasser in den Bühnenraum.

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Betroffen sind rund 40 Scheinwerfer und zum Teil hochwertige Bühnentechnik. Auch die Elektronik in den Schaltschränken der Arbeitsgalerie sei mit Wasser vollgelaufen. Die empfindlichen roten Stoffvorhänge sind komplett eingenässt – Voß befürchtet, dass sich nach dem Trocknen Wasserflecken abzeichnen werden. Der Bühnenboden aus Holz, der erst im vergangenen Sommer erneuert wurde, quillt bereits leicht auf. Auch Dekoration, die unterhalb der Bühne gelagert wird, wurde vom Wasser nicht verschont.

„Die Anlage ist ein Rohrsystem, das permanent Luft ansaugt und misst, ob sich Rauchpartikel in der Luft befinden. Sprich: ob es brennt“, erklärte Voß gestern Abend. „Das System hat offenbar etwas in der Luft gemessen und löste schließlich den Alarm aus.“ Die Sprühflutanlage befindet sich im Bühnenturm und ist stets mit 50 000 Litern Löschwasser gefüllt. Etwa zehn Minuten würde es brauchen, bis sich die Zisterne komplett geleert hätte. Am Donnerstag hätten die Techniker die Anlage nach etwa acht Minuten ausgestellt. „Rein rechnerisch dürften das 40 000 Liter Wasser gewesen sein, die in den Saal geflossen sind.“ Was genau den Alarm ausgelöst hatte, konnte der Technische Direktor gestern Abend noch nicht sagen, ein Brand könne aber ausgeschlossen werden. In den kommenden Tagen werden zunächst die Daten der Anlage ausgewertet. Erste Vermutungen äußerte Christian Voß zunächst nur zurückhaltend.

Bereits vor acht Jahren gab es einen ähnlichen Vorfall im Kleinen Haus. Aufgewirbelter Staub während der Bauarbeiten löste die Sprühflutanlage aus. Damals musste der Spielbetrieb etwa vier Wochen aussetzen. „Ich glaube aber, dass es dieses Mal nicht so lange dauert“, sagt Voß.

Die Vorstellungen fallen bis Montag ersatzlos aus. Die Bühne 3 allerdings kann bespielt werden. Bereits gekaufte Tickets können bis acht Tage nach Vorstellungsausfall an den jeweiligen Kassen umgetauscht werden.

Welche Stücke ausfallen, lesen Sie auch auf der Seite des Staatsschauspiels.

Juliane Weigt

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