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Technische Sammlungen Dresden sind auf dem Weg zum "Science-Center"

Technische Sammlungen Dresden sind auf dem Weg zum "Science-Center"

Wer sich für Hochtechnologie von gestern, heute und morgen interessiert, bekommt von den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) demnächst mehr geboten: Gemeinsam mit den Elektronikforschern von "Cool Silicon" richtet das Technikmuseum in Striesen gerade die neue Schau "Cool X" ein, die ab 2. März vor allem den jungen Besuchern zeigen soll, warum deren Handys die Welt in riesige Energieprobleme stürzen können.

Am selben Tag weiht TSD-Direktor Roland Schwarz mit einem Familienfest auch das neue Foyer ein. Das verlagert den früher an der Junghansstraße gelegenen TSD-Eingang zur Schandauer Straße, ist größer, heller und technischer. Unter anderem können dort Besucher ihre persönlichen Schnappschüsse von ihren Handys auf eine mannshohe Monitorwand projizieren und das Entree so jeden Tag neu gestalten. Außerdem haben die TSD-Restauratoren die mannshohe "Pentacon"-Leuchtreklame wieder ausgegraben, die einst am Seetor nahe dem Altmarkt für Kameras "Made in Dresden" warb. Sie soll künftig eine Foyerwand schmücken.

Zudem bekommen die TSD dort einen repräsentativen Museumsladen, in dem sie ganz besondere Literatur, Andenken und Spielzeug rund um die Themen des Hauses verkaufen wollen: zur Dresdner Technikgeschichte, Mikroelektronik und Kameraproduktion, Energieeffizienz und dergleichen mehr. "In Zukunft möchten wir dort auch eigene Produkte anbieten, die es nirgendwo sonst gibt", kündigte Schwarz an.

Generell sieht der Direktor "Kameratechnik" und "Energieeffizienz" als die Leitthemen für das Jahr 2014. So werden durch den Foyer-Umzug die alten Direktionsräume der Ernemannwerke zur Junghansstraße frei. Dort wird nun eine Dauerausstellung über die "Kamerastadt Dresden" eingerichtet, die ein Jahrhundert lang in Europa führend war. Außerdem sind zwei Sonderausstellungen geplant: Im Mai präsentieren die TSD ein Jahrhundert Dresdner Kulturgeschichte im Spiegel der Fotografien von Hugo Erfurth, dessen Nachlass das Museum erworben hatte. Im Oktober folgt eine Jubiläumsschau des "Fotoclubs Dresden 74", der Amateuraufnahmen, Landschafts- und Familienfotos wie auch abstrakte Fotografien aus 50 Jahren Club-Geschichte zeigt.

Das Thema Energieeffizienz wiederum durchzieht vor allem die neue Dauerschau "Cool X" im frisch sanierten dritten Obergeschoss neben Rechentechnik-Exposition und dem ebenfalls neuen DLR-Schülerlabor. Auf 440 Quadratmetern zeigen dort ab März Elektronikexperten, warum sie in Dresden so intensiv daran forschen, Mobilfunktelefon-Chips und anderer Elektronik den Stromhunger abzugewöhnen, stellen durch Mitmach-Exponate und Media-Stationen ihre Arbeit vor. Auch sächsische Pionierleistungen in Chip- und Rechentechnik aus DDR-Zeiten sind zu sehen.

Projekte wie Cool X, DLR-Schoollab oder Erlebnisland Mathematik haben dabei geholfen, die alte Ernemann-Fabrik, in der die TSD residieren, in vielen kleinen Schritten auf Vordermann zu bringen, meint Schwarz. Diese Politik der kleinen Schritte war notwendig, weil die Stadt kein Geld für die längst ausstehende Generalsanierung übrig hatte. Ein weiteres Ausbau-Projekt zusammen mit den Fraunhofer-Instituten ist nach DNN-Informationen derzeit in Planung - dazu wollte sich Schwarz aber nicht äußern.

Auf jeden Fall hat sich diese Modultaktik bisher ausgezahlt: In den vergangenen Jahren sind die Besucherströme in die TSD stark gewachsen. Allein im Jahr 2013 stieg die Gästezahl um vier Prozent auf rund 81 000. Zum Vergleich: Vor der Eröffnung des ersten dieser Mitmach-Module, des "Erlebnislandes Mathematik", hatte das Museum nur 25 000 Jahresbesucher. "All diese Schritte bringen uns unserem Ziel näher, zu dem Science-Center schlechthin in Dresden zu werden", sagte Schwarz.

eiko Weckbrodt

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