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Tausende halten den Deich in Dresden-Pieschen: Stimmung zwischen Flut und Feier

Tausende halten den Deich in Dresden-Pieschen: Stimmung zwischen Flut und Feier

Wer in einigen Monaten oder gar Jahren die Geschichte des Elbe-Hochwassers 2013 erzählen will, der wird auch über die Leipziger Straße sprechen. Seit dem Wochenende und vor allem am Dienstag und Mittwoch kämpften hier Tausende Dresdner zusammen mit Feuerwehr, THW und Bundeswehr um die "Leipziger".

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Wie hier schützen vielerorts nur noch Sandsack-Dämme die Leipziger Straße.

Quelle: Stefan Schramm

Die Stimmung dabei ist eine ganz Besondere.

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In Pieschen droht die Elbe die Leipziger Straße zu überschwemmen - Tausende Helfer kämpfen dagegen an.

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Von früh bis spät füllen die Freiwilligen Sandsäcke und stapeln diese gegen das Wasser. Das drückt immer heftiger gen Hauptstraße. Die Stadtstrände und das Gelände der IG Freiraum sind genauso überflutet wie Spätshops, der Sportplatz von Rotation Dresden oder das Wasser- und Schiffahrtsamt. „Wir hatten hier so viele freiwillige Helfer und doch mussten wir uns den steigenden Pegel geschlagen geben“, erzählt Thomas vom Freiraum e.V. Die Hauptstraße soll aber unbedingt gehalten werden. „Wir sind schon seit Sonntagabend hier und befüllen Sandsäcke“, erzählt ein Helfer stolz.

Am Donnerstagmorgen sah es aber nicht gut aus. Vor allem aus mehreren Hauseingängen strömte Wasser auf die Straße. Die Sandsack-Dämme sind durchweicht, auch aus den Gullideckeln drückt das Wasser nach oben. Innenminister Markus Ulbig (CDU) und die Dresdner Feuerwehr gaben sich am Morgen jedoch sicher, die inzwischen für den Verkehr gesperrte Straße halten zu können.

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Hunderte Helfer haben in Pieschen versucht, die Leipziger Straße vor der Elbe zu schützen.

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Mehrfach zuvor waren die Sandsack-Dämme am Puschkin-Platz, der Eisenberger Straße oder der Moritzburger Straße schon fast gebrochen. Immer wieder wurden sie verstärkt. LKWs, Kipplaster, Transporter und sogar private Kleinwagen lieferten im Akkord neue Sandsäcke an. Jedes Mal bildet sich eine Traube, die das Baumaterial in Windeseile entlädt und an den Stellen stapelt, die die Experten von Feuerwehr und THW vorgeben. Bis zum Dienstagabend entstand so eine rund zwei Kilometer lange Schutzmauer vom Purobeach bis zur Molenbrücke.

Es sind vor allem junge Menschen, die die Leipziger bevölkern. Die Mehrheit ist zwischen 16 und 30. Ältere Semester findet man selten. Meist sind es dann Zaungäste mit Kamera statt Schaufel in der Hand. Die Stimmung ist oft ausgelassen. Musik dröhnt aus Boxen der Balkone gegenüber, am Dienstag spielte eine Gruppe Musiker spontan live an der Molenbrücke.

Auch wer nicht schippt, macht sich oft nützlich. Alle zehn Meter stehen Getränke, Schnitten und Brötchen bereit. So mancher hat auch gekocht und bedient hungrige Helfer direkt aus dem Topf. Andere helfen kreativ: Ilona aus Dresden hat den ganzen Mittwochvormittag selbst Sandsäcke genäht und diese dann an die Leipziger Straße gebracht. „Ich dachte mir, da ich nicht so viel Kraft wie ein Mann habe, wollte ich mit dem helfen, was ich gut kann.“

JV / sl

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