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Tausende Tweets zum 13. Februar lassen Kurznachrichtendienst Twitter glühen

Tausende Tweets zum 13. Februar lassen Kurznachrichtendienst Twitter glühen

Februar in Dresden war ein langer Tag, auch beim Kurznachrichtendienst Twitter. Bereits vor der Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof am Morgen ging es auf den antifaschistischen Kanälen hoch her.

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Quelle: Screenshot

Der 13. Hauptthema zu dieser Zeit: das Wetter. „Etwas Gutes hat der Schnee ja: Alles was braun ist, wird nun weiß", freuten sich einige. Der Schnee - er nährte sogar die Hoffnung auf einen Wegfall des von den Nazis angekündigten Marsches: „Was ist das? Schnee am #13februar, wenn wir uns auf die Bahn verlassen können, kommen die Faschos gar nicht erst in #Dresden an."

Andere nutzten die frühe Stunde für Mahnungen an Gleichgesinnte. „Passt gut auf euch auf", stand da zu lesen. Und auch: „Keine Straftaten wie Sitzblockade begehen!" Wer sich noch nicht selbst auf den Weg in die Dresdner Innenstadt gemacht hatte, erklärte seinen Followern schnell noch warum. „Bin traurig. Wollten zur Menschenkette aber Papa geht es nicht gut." Manche hatte auch anderweitige Verpflichtungen: „Ich passe auf meinen Enkel auf, damit meine Tochter nach Dresden fahren kann."

Wie bei vorherigen Großereignissen dieser Art nutzten vor allem die Demonstranten des linken Spektrums den Kurznachrichtendienst, um sich untereinander über geplante und vereitelte Aktionen auf dem Laufenden zu halten. Über den Hashtag „13februar" liefen tausende Mitteilungen ein. Die Vertreter des rechten Spektrums twitterten ebenfalls und waren bemüht, durch Meldungen zu (erfundenen) linken Ausschreitungen und mit überhöhten Angaben zur Teilnehmerzahl des Nazi-Marsches Verwirrung zu stiften.

Das Hauptaugenmerk anderer lag eher im „Servicebereich". „Auf dem Nürnberger Platz gibt es jetzt Heißgetränke, Zugang von Westen möglich", twitterte das Bündnis „Dresden Nazifrei!". Ein anderer User riet: „Fritz-Förster-Platz: Polizei lässt Menschen aber evtl. nicht mehr raus - geht vorher pullern!" Überhaupt wurde reichlich Hilfe angeboten: „Wer etwas zu trinken oder eine Toilette in Campusnähe sucht: Wir sind für euch da. Ackermannstraße->Weberplatz: Club Wundtstr.1."

Wer seinen Platz schließlich gefunden hatte, richtete seinen Blick bereits nach vorn, auf den 19. Februar. Bekanntlich haben rechte Kräfte dann zu einem noch größeren Marsch in der sächsischen Landeshauptstadt aufgerufen. „Am 19.2. auf nach Dresden! Nazis blockieren! In unseren Bussen sind noch Plätze frei. Anmelden. Freunde mitbringen", warben einige bereits wieder für Gegenaktionen. Ein weiterer User dachte vor allem praktisch: „Sind das heute eigentlich die gleiche Polizisten in Dresden wie am 19. und beim Castor? Können die mich Freitag mit nach Dresden nehmen?"

Antje Henselin-Rudolph

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