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Taschenkalender von Barbara Henniger fürs Dresdner Verkehrsmuseum nur bis 2017

Bunt, humorvoll und witzig Taschenkalender von Barbara Henniger fürs Dresdner Verkehrsmuseum nur bis 2017

Eine lange Tradition geht im Dresdner Verkehrsmuseum zu Ende: Der von der Dresdner Karikaturistin gestaltete Taschenkalender des Museums wird unwiderruflich letztmalig für das Jahr 2017 an interessierte Besucher ausgegeben.

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Barbara Henniger zeigt den von ihr illustrierten Taschenkalender des Verkehrsmuseums.

Quelle: Peter Weckbrodt

Dresden. In diesen Tagen geht eine eher unauffällige, mit wenig öffentlichem Tamtam über viele Jahre, selbst über die politische Wende hinweg gepflegte Tradition im Dresdner Verkehrsmuseum zu Ende: Der bunt und humorvoll gestaltete, voller Witz steckende jährliche Taschenkalender des Museums wird unwiderruflich letztmalig für das Jahr 2017 an interessierte Besucher ausgegeben.

„Ich bin nicht mehr die Jüngste, vor wenigen Tagen 78 Jahre alt geworden“, erklärt die Schöpferin der schmucken Sammlerstücke, Barbara Henniger, bemerkenswert freimütig. Sie will sich nicht zur Ruhe setzen, das entspreche absolut nicht ihrer Mentalität, aber ihre Verpflichtungen wolle sie doch allmählich reduzieren.

Seit 1974 hat die bekannte ostdeutsche Karikaturistin zuverlässig Jahr für Jahr das Verkehrsmuseum mit ihren Gestaltungsentwürfen beliefert. Die Motive entnahm sie den Alltagserlebnissen der Verkehrsteilnehmer. Die bis zum heutigen Tage ungebrochene Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt Dresden spiegelte sich wiederholt in der Motivwahl wider: Da findet der Betrachter den Großen Hechtwagen ebenso wieder wie die Dampfer der ehemaligen Dresdner Weißen Flotte.

Und doch gibt es eine Lücke in der Sammlung. Se entdeckt der aufmerksam die Jahresausgaben Studierende im Wendejahr 1989. Hennigers Entwurf zeigt die gerade erst nachgebaute „Saxonia“, Deutschlands erste Dampflokomotive. Weil ihr Lokführer auf dem Führerstand die Teetasse schwenkt, fiel Hennigers Entwurf als zu englisch (!) durch.

Henniger wurde bereits mehrfach hoch geehrt. Dem 1984 verliehenen Kunstpreis der DDR folgten der beispielsweise der 1. Preis des Karikaturenwettbewerbs „Was ist sozial?“ 2003 in Berlin. In Dresden erhielt sie 2012 den Deutschen Karikaturenpreis für ihr Lebenswerk. Auch als Autorin hat sich Henniger mehrfach einen Namen gemacht. Mit Ausstellungen war sie bereits in Berlin, Tallin, Warschau, Paris, Ankara, Bonn und Potsdam vertreten.

Von Peter Weckbrodt

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