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Tag des offenen Friedhofs in Dresden lädt zur Auseinandersetzung mit Bestattungskultur

Tag des offenen Friedhofs in Dresden lädt zur Auseinandersetzung mit Bestattungskultur

Dresden. Dresdner Friedhöfe und die Bestattungskultur stehen am Sonntag beim Tag des Friedhofes im Mittelpunkt. Insgesamt 17 der 58 Dresdner Friedhöfe beteiligen sich mit einem vielfältigen Programm.

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V.l: Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, Markward Herbert Fischer vom Literaturtheater Dresden und Christian Behr, Superintendent des Kirchenbezirkes Dresden Mitte.

Quelle: Dominik Brüggemann

Die Organisatoren laden zu kostenlosen Führungen, Lesungen und Konzerten unter dem Motto „Kein Ort wie jeder andere“ ein, teilte die Stadt Dresden mit. Christian Behr, Superintendent des Kirchenbezirks Dresden Mitte, hofft, dass sich die Besucher an dem Tag mit der Trauerkultur auseinandersetzen.

„Der Tod scheint mehr ein Störenfried zu sein“, beschreibt Behr den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Toten. Inzwischen werden in Dresden deutlich über 80 Prozent der Verstorbenen in Urnen beigesetzt. Dies habe zur Folge, dass Angehörige bei namenlosen Urnensammelgräbern oftmals den persönlichen Trauerort vermissen. Auch Detlef Thiel, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft, hofft auf eine rege Teilnahme. „Die Besucher können sich nicht nur über die individuellen Angebote der Friedhöfe informieren, sondern sie werden erfahren, dass der Friedhof viel mehr als nur Begräbnisplatz ist“, so Thiel.

Auf dem Johannisfriedhof in Tolkewitz bietet beispielsweise der Friedhofsoberinspektor i.R. Gerd Kropp eine Führung an. Hierbei wird er Gräber von bekannten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik vorstellen. Die Führung startet am Sonntag um 10 Uhr an der Feierhalle.

Der Freundeskreis Sowjetischer Garnisonfriedhof beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge lädt anlässlich des Tages des Friedhofes um 11 Uhr zur Führung über den Sowjetischen Garnisonfriedhof ein. Treff ist der Eingang an der Marienallee. Zu erfahren gibt es Wissenswertes zur Geschichte des Friedhofes, zu den letzten Kriegstagen 1945 in Dresden und zum Leben in den sowjetischen Kasernen, kündigte Jane Jannke, Mitglied im Freundeskreis, an. Der Sowjetische Garnisonfriedhof gilt als eines der wenigen erhaltenen Zeitdokumente aus den Besatzungsjahren.

Während die meisten Friedhöfe tagsüber geöffnet sind, bietet der Tag der offenen Tür auch Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Hierzu gehören Führungen durch das Krematorium in Tolkewitz sowie über den Eliasfriedhof, Dresdens ältesten Friedhof, der seit 1928 verschlossen ist. Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen bietet die Stadtverwaltung online an.

dbr

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