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Tag der offenen Tür im Serumwerk von GlaxoSmithKline – Aus 2000 Litern werden 2

Tag der offenen Tür im Serumwerk von GlaxoSmithKline – Aus 2000 Litern werden 2

Studenten, Interessierte und mehrere Schulklassen ließen sich am Samstag die Chance nicht entgehen, einen Blick hinter die Kulissen der Impfstoffherstellung zu werfen.

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Die Schlange vor dem Einlass ins Produktionsgebäude.

Quelle: Franziska Schmieder

Die Firma GlaxoSmithKline Biologicals hatte anlässlich des 100-jährigen Firmenjubiläums zum Tag der offenen Tür ins Serumwerk an der Zirkusstraße geladen. Hunderte Menschen kamen der Einladung nach, bereits um 10 Uhr morgens bildete sich vor den Türen eine Schlange.

Gleich zu Beginn des Rundgangs gab es für Laien eine große Überraschung: Impflösungen werden in Eiern gesät. Pro Tag werden in dem Dresdner Unternehmen rund 2.000 Liter virushaltige Ei-Flüssigkeit geerntet. Diese Lösung, Allantois genannt, wird im Anschluss mittels verschiedenster Technik zentrifugiert, gereinigt und konzentriert, so dass am Ende etwa 2 Liter übrigbleiben. Diese werden dann wieder verdünnt und nach mehreren Zwischenschritten schließlich abgefüllt und verschickt.

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Ein Reinigungswagen - auch dieser muss steril sein.

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Da die Herstellung von Impfstoffen in Reinräumen unter sterilen Bedingungen geschieht, gab es für die Mitarbeiter im Vorfeld allerhand vorzubereiten. Schließlich brachten die Besucherscharen auch jede Menge Staub, Haut- und Haarschuppen sowie Bazillen mit sich, vor denen die Produktionsstätten sorgfältig geschützt werden mussten. So wurden alle Türen zu den Schleusen und Reinräumen sorgfältig abgeklebt.

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Allerdings konkurriert Dresden bei diesem ehrgeizigen Vorhaben innerhalb des Glaxo-Konzerns mit dem Standort Laval im kanadischen Quebec. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen.

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Normalerweise sorgt ein ausgeklügeltes Filtersystem im Gebäude für sterile Bedingungen. Blinkende Leuchten vor den Schleusen zeigten an, dass etwas mit dem Filtersystem nicht stimmt. An diesem Tag kein Problem, doch im alltäglichen Produktionsgeschäft sollte das nicht vorkommen. „Das System hält konstant 20 Grad Celsius bei einer Luftfeuchte von 50 Prozent", erklärte ein Mitarbeiter bei den imposanten Lüftungsanlagen. „Wenn der Strom ausfällt, haben wir ein Dieselaggregat, das die wichtigsten Funktionen am Laufen hält."

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Bioinformatik-Studentin Annett Wolf möchte später gerne bei GlaxoSmithKline arbeiten.

Quelle: Franziska Schmieder

Die Besucher beim Tag der offenen Tür zeigten sich sehr interessiert, die meisten brachten technisches Verständnis und Vorwissen mit. So auch Annett Wolf, die in Halle ihr Diplom als Bioinformatikerin macht. „Die Produktionsanlagen zu besichtigen war sehr schön, zumal es für die Firma einen enormen Aufwand bedeutet. Ich möchte gerne später bei GlaxoSmithKline arbeiten und Kontakte zur Forschungsabteilung knüpfen", erklärte die junge Studentin, die mit ihren Eltern gekommen war.

Der Betrieb selbst unterstützte am Samstag den potentiellen Nachwuchs, in dem ein Teil des Erlöses aus Essens- und Andenkenverkäufen an das benachbarte Marie-Curie-Gymnasium floss. In der Aula des Gymnasiums trafen die Besucher neben verschiedenen Info-Ständen auch die Jungs und Mädchen der „MCGBots", der Roboter-AG des Gymnasiums. Unter der Leitung von Manolis John fuhr das Team in den letzten Jahren hervorragende Resultate bei der „First Lego League" ein und plant auch in diesem Jahr wieder die Teilnahme.

Franziska Schmieder

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