Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Mehr Bedürftige Tafeln brauchen mehr Lebensmittelspenden

Der hohe Zustrom an Flüchtlingen bereitet zunehmend auch den Sächsischen Tafeln große Sorgen. Es fehlt zum Teil an Lebensmitteln, vor allem aber brauchen die Helfer mehr Fahrzeuge, Lagerkapazität und Geld für Benzin.

Dresden. Der hohe Zustrom an Flüchtlingen bereitet zunehmend auch den Sächsischen Tafeln große Sorgen. Es fehlt zum Teil an Lebensmitteln, vor allem aber brauchen die Helfer mehr Fahrzeuge, Lagerkapazität und Geld für Benzin. Wie auch bundesweit fehlt es an Geld für Dolmetscher und an Schulungen für die Helfer, die mit traumatisierten Flüchtlingen umgehen müssen.

"Vereinzelt gibt es schon Engpässe, viele unserer Helfer arbeiten an ihren Grenzen", sagt der Vorsitzende des Landesverbandes Sächsische Tafeln, Joachim Rolke. Zugleich betont er: "Weggeschickt haben wir noch keinen." Die 37 Tafeln in Sachsen mit ihren 1400 ehrenamtlichen Helfern bräuchten schnell mehr Unterstützung. Versorgt werden sachsenweit rund 40 000 Familien und Einzelpersonen. Wegen des Zustroms an Flüchtlingen sei die Zahl in den letzten Monaten um rund 20 Prozent gestiegen.

Handelseinrichtungen geben an die Tafeln zumeist Lebensmittel ab, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft, Backwaren vom Vortag oder Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern. Begrüßt würden Aktionen wie die der Handelskette Rewe, die derzeit Kunden zur Spende auffordert: Wer will, kann eine Tüte mit Produkten zum Preis von fünf Euro erwerben, die an die Tafeln geht.

Sie sei über jede Spende froh, sagt Jutta Faak, Tafel-Chefin in Delitzsch. Sie und ihre Helfer versorgen Bedürftige in den Ausgabenstellen in Delitzsch, Eilenburg und Laußig. "Wir liefern Lebensmittel auch nach Hause, denn die Zahl der mittellosen Älteren wird nicht weniger - im Gegenteil", sagt sie. Seit einiger Zeit fahren die Helfer auch in Flüchtlingsheime. "Wir brauchen mehr Spenden, dann können wir auch mehr verteilen", wünscht sich die Tafel-Chefin.

Ähnlich sieht es in Bautzen aus. "Noch können wir jedem helfen, der zu uns kommt", so Tafel-Chefin Elke Krause. Da aber immer mehr kommen, würden die Rationen mitunter begrenzt.

"Es krankt vor allem an der Logistik", sagt Rolke vom Landesverband Sachsen. "Die Lebensmittel müssen bei den Dis- countern abgeholt, im Zentrallager sortiert und dann an die Tafeln verteilt werden." Da mehr gefahren werde, benötige man auch mehr Geld für Benzin und für neue Fahrzeuge.

Die bundesweit agierenden Tafeln fordern von der Koalition die Benennung eines Flüchtlingsbeauftragten.

Andreas Dunte

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lokales
17.08.2017 - 08:54 Uhr

Der CDU-Politiker widerspricht seinem Amtskollegen Boris Pistorius aus Niedersachsen und betont die besondere Gefährdung durch Verbrennungen

mehr
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.