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TU-Studie: Welche Einstellungen führen zu Pegida?

TU-Studie: Welche Einstellungen führen zu Pegida?

Eher nationale Einstellungen, größere Vorbehalte gegenüber Fremden, Misstrauen gegenüber Journalisten und größere Ängste vor Extremismus und islamistischem Terror sind die Merkmale dafür, ob jemand Sympathie für Pegida hat oder nicht.

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Wolfgang Donsbach hat in einer Umfrage ermittelt, welche Einstellungen zu Pegida führen.

Quelle: Stephan Lohse

Das sind die Ergebnisse einer Umfrage unter 860 Dresdnern, die in den letzten zwei Wochen am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden unter Leitung von Professor Wolfgang Donsbach durchgeführt wurde.

Die Wissenschaftler befragten anonym per Email eine über eine Zufallsstichprobe gewonnene Befragtengruppe. Diese sei nach Angaben von Donbach aufgrund der Internetnutzung etwas jünger, gebildeter und politisch mehr links als der Durchschnitt der Dresdner. Die Forscher hatten sich aber bewusst gegen eine Befragung direkt unter den Pegida-Teilnehmern entschieden. Diese führe, wie die Studie von TU-Professor Hans Vorländer gezeigt habe, aufgrund der unterschiedlichen Antwortbereitschaft der Teilnehmer mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verzerrung der Ergebnisse.

Ergebnisse der Studie: Immerhin drei Prozent der Befragten gaben an, selbst bei Pegida mitgelaufen zu sein. Knapp jeder Zehnte teilt die Ziele uneingeschränkt, weitere 35 Prozent teilweise, sodass selbst unter dieser leicht in das politisch linke Spektrum verschobenen Stichprobe 43 Prozent eine Sympathie für die Bewegung aufbringen.

Die Antwort auf diese Frage war in der weiteren Analyse der Ausgangspunkt. Die Forscher wollten wissen, welche Einstellungen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass jemand den Pegida-Zielen zustimmt oder nicht. Dazu hatten sie eine Reihe von Fragen gestellt, die sich verschiedenen Einstellungsbereichen zuordnen lassen – von Fremdenfeindlichkeit über verschiedene Ängste bis hin zu Kapitalismuskritik.

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In den kommenden Wochen und Monaten will Vorländer weiter befragen lassen.

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An erster Stelle stehen Einstellungen, die ein stärkeres Nationalbewusstsein anzeigen und Vorbehalte gegenüber Fremden ausdrücken. Zum ersten Bereich gehört zum Beispiel, dass man „endlich wieder Mut zu einem starken Nationalgefühl“ haben solle oder unser Land ein „hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland“ benötigt.

Der zweite Einstellungsbereich, der besonders deutlich zu Pegida-Sympathie führt, sind stärkere Vorbehalte gegenüber Fremden. Pegida-Sympathisanten erwarten häufiger, dass jemand, der irgendwo neu ist, sich erst einmal mit weniger zufrieden geben solle, dass die Einheimischen mehr Rechte haben als die Zugezogenen und dass generell zu viele Ausländer in Deutschland leben. Auch fühlen sie sich durch „die vielen Muslime“ eher „wie ein Fremder im eigenen Land“.

Zwei Arten von Sorgen folgen nachrangig als Erklärungen: Sorgen vor Extremismus und religiösem, insbesondere islamistischem Terror sowie Sorgen vor Überfremdung. Zu diesen gehören Befürchtungen wie die, dass unsere Kultur und unsere Sprache an den Rand gedrängt werden, sich das Stadtbild durch Einwanderer nachhaltig verändert, in bestimmten Stadtteilen kaum noch Deutsche wohnen und unser deutsches Recht nicht mehr gilt.

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