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TU Dresden will weiterhin „Exzellent“ bleiben

Neue Anträge TU Dresden will weiterhin „Exzellent“ bleiben

Die TU Dresden will ihren Exzellenzstatus verteidigen. Wie Rektor Hans Müller-Steinhagen am Montag mitteilte, wird sich die Hochschule erneut bei der kommenden Runde der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligen. Wird die TU Dresden erneut anerkennt, winken jährlich 10 bis 15 Millionen Euro.

Das CRTD gehört zu den Exzellenz-Projekten der TU Dresden

Quelle: dpa

Dresden. Die TU Dresden will ihren Exzellenzstatus verteidigen. Das kündigte Rektor Hans Müller-Steinhagen am Montag an. Wird die TU Dresden erneut anerkannt, winken allein dafür jährlich 10 bis 15 Millionen Euro Fördermittel. Die Hochschule will zudem für mindestens drei Forschungscluster Gelder einwerben.

In den ostdeutschen Flächenländern ist die TU die einzige Exzellenzuniversität derzeit, nur in Berlin besitzt noch die Humboldt-Uni aktuell den Elitestatus. Bislang werden durch die Exzellenzinitiative drei Bereiche gefördert. Bei den Graduierten-Schulen für Doktoranden unterhält die TU eine Einrichtung im biotechnologischen Bereich. Im zweiten Förderkomplex, den Forschungsclustern, erhalten derzeit in Dresden das CRTD, das sich mit regenerativen Therapien befasst, und das cfaed, ein Forschungsverbund für die übernächste Generation von Mikroelektronik-Bausteinen, Gelder aus dem Förderprogramm.

Der Löwenanteil der 130 Millionen Euro für die fünfjährige Laufzeit entfällt auf den dritten Bereich, das Zukunftskonzept, bei dem sich die Uni der Entwicklung ihrer Strukturen sowie der Vernetzung mit außeruniversitären Forschungs- und Kultureinrichtungen und anderen Partnern verschrieben hat. Der Elitestatus habe der Uni viel nationales und internationales Renommee verschafft. Rektor Müller-Steinhagen: „Es war ein großer Erfolg, diesen Leuchtturm zu schaffen.“ Und er soll natürlich weiterhin strahlen.

In der nächsten Förderrunde gibt es nur noch Geld für deutschlandweit 45 bis 50 Forschungscluster, drei bis zehn Millionen Euro sind dafür jeweils jährlich drin. Zwei Cluster sind nötig, um auch noch als Eliteuniversität Mittel zu erhalten. Die bisherigen Graduierten-Schulen unterstützt künftig die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Die TU will für mindestens ein weiteres Forschungscluster Unterstützung einwerben. Für vier oder fünf Projekte seien Anträge denkbar. CRTD und cfaed sollen auf jeden Fall wieder dabei sein. Welche Projekte hinzukommen, verriet der Rektor noch nicht. „Wir haben tolle Konzepte“, sagte Müller-Steinhagen. Dabei sei auch ein gemeinsamer Antrag für ein Forschungscluster mit einer anderen sächsischen Hochschule vorstellbar. Auch hier gab es noch keine Details. Im DNN-Interview hatte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) Potenzial für eine solche Kooperation beispielsweise im Bereich Leichtbau mit der Universität in Chemnitz gesehen.

Bis April 2017 müssen die ersten Unterlagen (Antragsskizzen) eingereicht werden. Über die Exzellenzcluster soll dann im Dezember 2018 entschieden werden, über die künftigen Exzellenzunis erst 2019. Bis dahin gelten übergangsweise noch die bisherigen Förderlinien.

Für die TU gebe es „große Chancen“, Exzellenzuniversität zu bleiben, sagte Müller-Steinhagen. Bei acht bis elf Eliteunis, die es künftig geben soll, werde aber „der Wettbewerb immer härter“. Mehr als 100 Hochschulen würden um Förderung kämpfen. Ein Erfolg wäre in dieser Runde besonders lohnenswert: Künftig erhalten Exzellenzuniversitäten eine dauerhafte Förderung. Sie werden zwar auch künftig aller sieben Jahre evaluiert, müssen sich aber nicht neu bewerben.

Von Ingolf Pleil

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