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TU Dresden untersucht Alkoholsucht bei Senioren

TU Dresden untersucht Alkoholsucht bei Senioren

Immer mehr ältere Menschen sind alkoholsüchtig. So zeigen Studien aus Deutschland, dass sieben bis zehn Prozent der Senioren in ambulanten und stationären Altenzentren als abhängig gelten, weitere fünf bis 20 Prozent werden als so genannte schädliche Gebraucher eingestuft.

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Quelle: dpa

Dresden. Immer mehr ältere Menschen sind alkoholsüchtig. So zeigen Studien aus Deutschland, dass sieben bis zehn Prozent der Senioren in ambulanten und stationären Altenzentren als abhängig gelten, weitere fünf bis 20 Prozent werden als so genannte schädliche Gebraucher eingestuft. Diese Zahlen hat jetzt die Professur für Suchtforschung an der Technischen Universität (TU) Dresden veröffentlicht, die vor zehn Jahren ihre Arbeit aufgenommen hat. In Kooperation mit dem IFT Institut für Therapieforschung in München und der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V. führt die TU derzeit eine Studie durch, für die noch Probanden gesucht werden.

Im Rahmen des Forschungsprojekts erhalten ältere Menschen ab 60 Jahren, die mögliche Probleme im Zusammenhang mit ihrem Alkoholkonsum erkennen, ihren Konsum reduzieren oder komplett einstellen wollen, ein kostenloses Behandlungsangebot. Die Behandlung durch erfahrene Suchtberater umfasst zwischen vier und zwölf Termine in Dresden, Pirna, Zittau oder Zwickau. Medikamente werden nicht verabreicht. Ziel der Studie ist es, eine psychologische Behandlung älterer Menschen mit Suchtproblemen zu erproben.
Das Forschungsprojekt hat am 1. April 2013 begonnen und wird bis zum 30. März 2017 fortgesetzt. „Fast alle Teilnehmer, die die Beratung bereits abgeschlossen haben, zeigten sich zufrieden bis sehr zufrieden mit den Inhalten des Behandlungsprogramms“, sagt Dr. Silke Behrendt, Studienleiterin in Dresden.

Auch die Stadt hat das Thema Sucht auf der Agenda. Denn: Rund 3700 Ratsuchende wandten sich im vergangenen Jahr an die Dresdner Suchtberatungs- und Behandlungsstellen. Alkohol stellt mit 52 Prozent der Personen noch immer den Beratungsschwerpunkt dar. Das Rathaus hat deshalb jetzt die neue Broschüre „Suchtgefahren thematisieren“ veröffentlicht.
Darin haben die Suchtbeauftragte und der Arbeitskreis Suchtprävention Angebote für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammengetragen. Die Publikation richtet sich an Fachkräfte, wie Erzieher, Lehrer, Sozialarbeiter, Ausbilder oder Trainer. Zudem spricht sie Personalverantwortliche an, die das Thema in ihren Unternehmen, Betrieben, Praxen, Bildungsstätten oder sonstigen Einrichtungen befördern möchten.

Die neue Broschüre erscheint mit einer Auflage von 5000 Exemplaren und ist kostenlos in den Informationsstellen der Bürgerbüros, Ortsämter, Rathäuser und örtlichen Verwaltungsstellen erhältlich.
Wer an der TU-Studie teilnehmen möchte, meldet sich unter der Dresdner Telefonnummer 463 36 796 oder per Mail an meta@psychologie.tu-dresden.de.

Christin Grödel

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