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TMS verlässt das Dresdner Messegelände wegen Mieterhöhungen

TMS verlässt das Dresdner Messegelände wegen Mieterhöhungen

"Die Heimtiermesse findet 2012 zum letzten Mal im Dresdner Messegelände statt", erklärte gestern TMS-Sprecher Erik Beckert. Bekannte Doppelmessen wie die "Auto mobil und Kulinaria & Vinum" oder die "Hochzeit Feste Feiern & Babys plus Kids" sollen im nächsten Jahr an anderen Standorten veranstaltet werden.

Grund: "Das städtische Unternehmen der Messe hat uns eine extreme Mieterhöhung aufgezwungen. Das rentiert sich für uns nicht mehr", erklärt Beckert. Die genannten Doppelmessen weichen in das Kongresszentrum und an den Flughafen aus. Wo künftig allerdings die Heimtiermesse stattfinden wird, ist noch unklar. "Das ist wirklich schade, die Dresdner haben die Messe immer geliebt", bedauert Beckert.

Auch Christine Werrmann, die am Wochenende ihre Rassekatzen ausstellt, ist traurig wegen der Situation: "Es war immer ein gutes Zusammenarbeiten mit den Leuten von TMS. Ich hoffe, die Messe bleibt wenigstens in Dresden." Tatsächlich wurde die Miete gegenüber TMS stark erhöht - um 100 Prozent sogar. Allerdings sollte das auch von der anderen Seite gesehen werden, wie der Geschäftsführer der Messe Dresden, Ulrich Finger, auf DNN-Anfrage betont: "TMS hat immer nur die Hälfte der Miete bezahlt, die andere Veranstalter wie Ortec aufbringen müssen. Wir haben nur für Gleichheit gesorgt." Hintergrund: Im Jahr 1994/95 gab es in Dresden gerade Mal drei Veranstalter - Pagany, Ortec und TMS. Da Pagany Insolvenz anmelden musste, erklärte sich TMS bereit, einige der Messen, die ausfallen würden, zu übernehmen - allerdings nur zu Sonderkonditionen.

Der damals geschlossene Vertrag lief über fünf Jahre, wurde aber immer wieder verlängert. Schließlich verklagte der Veranstalter Ortec die Messe Dresden bei der Kartellbehörde. Ergebnis: TMS muss ab 2013 genauso behandelt werden wie die anderen. Dass sich TMS nun neue Veranstaltungsorte sucht, scheint der Messe nicht das Genick zu brechen: "Wir haben trotzdem einen vollen Veranstaltungskalender, gerade weil wir jetzt auch einiges vom Kulturpalast übernehmen werden", erklärt Sprecherin Antje Schmidt. Zudem sollen künftig eigene Messekonzepte entstehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.09.2012

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