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Symbolischer Baustart am "Frieseneck" auf dem Neumarkt

Symbolischer Baustart am "Frieseneck" auf dem Neumarkt

Bei einer Grundsteinlegung gibt es meist nicht viel mehr zu sehen als eine Baugrube. Sven Heyden, Geschäftsführer der MMZ Real Estate GmbH, umging das Problem elegant: Er stellte in seine Baugrube an der Landhausstraße eine Glasvitrine, in die er Spielzeug deponierte.

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Torsten Kulke, Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt (m.), legte mit den Architekten Golya Esmaili und Claus Marzluf den Grundstein.

Quelle: Carola Fritzsche

Schon drängten sich die Besucher der Grundsteinlegung für das "Frieseneck" um die Vitrine. Es handelte sich um erzgebirgisches Spielzeug aus der Epoche zwischen 1850 und 1880, wie ein Experte erklärte. Kleine Häuser, mit denen der Dresdner Neumarkt nachgebaut werden kann.

"Das haben wir bei der Auflösung eines Schlosses in Hannover gefunden", erklärte Heyden und bat Torsten Kulke, Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND), die Häuser korrekt anzuordnen. "Gar nicht so einfach", meinte Kulke. Der Leiter der städtischen Museen Gisbert Porstmann meldete Interesse an dem Spielzeug an. Heyden versprach die Holzhäuser aber der GHND.

Rund zwölf Millionen Euro nimmt der Investor aus Frankfurt/Main in die Hand, um den Lückenschluss auf der Landhausstraße zu vollziehen. "Die Baugenehmigung liegt zwar noch nicht vor. Aber ich habe von der Stadt die Zusage, dass es in einigen Tagen losgehen kann", erklärte Heyden. Bis auf die Architektur komme alles für das "Frieseneck" aus Dresden und der Region, kündigte der Geschäftsführer an. "Wir werden die Aufträge an sächsische Unternehmen vergeben."

Heyden lobte die Gestaltungskonzeption der Landeshauptstadt für den Neumarkt. Sie gebe Investoren ein hohes Maß an Sicherheit. "Die Käufer wissen genau, was in der Nachbarschaft geschehen wird", erklärte er. Die Mischung aus wiederhergestellten Gebäuden und moderner Architektur mache den Reiz des Neumarkts aus. "Gute Architektur ist nachhaltig. Weil das Gebäude nicht nach wenigen Jahren abgerissen wird, sondern Jahrhunderte überdauert", sagte der Investor.

In dem Gebäude, das mit der Landhausstraße 8 eine Leitfassade nach dem Vorbild von 1780 erhält, entstehen 18 Wohnungen zwischen 78 und 155 Quadratmetern sowie drei Ladengeschäfte. Die Nachfrage nach den Immobilien sei sehr gut, betonte Heyden. "Mit den ersten Käufern hätten wir schon zum Notar gehen können. Aber wir wollen den Baubeginn abwarten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.05.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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