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Superrechner der TU Dresden wird aufgerüstet

Uni Dresden Superrechner der TU Dresden wird aufgerüstet

Die TU Dresden plant, ihren erst vor einem Jahr eingeschalteten Supercomputer HRSK II für zehn Millionen Euro aufzurüsten. Neue Speicher, Rechnerknoten und Software-Technologien sollen den HRSK II zu einem Top-Analysten für riesige Datenmengen machen.

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Die Experten der TU Dresden wollen ihren Supercomputer HRSK II aufrüsten.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Die Forscher der TU Dresden wollen ihren neuen Supercomputer „HRSK II“, den sie erst vor einem Jahr eingeschaltet hatten, bis 2018 für zehn Millionen Euro ausbauen. Das geht aus Angaben von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Professor Wolfgang Nagel vom „Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen“ (ZIH) am Rande der studentischen Projektschau „Output.DD“ hervor.

Mit dem Geld möchten die ZIH-Experten den Superrechner so aufrüsten, dass er riesige Datenmengen („Big Data“) aus ganz verschiedenen Forschungsbereichen besser analysieren kann. Sie hoffen, dass der Rechenknecht dann neue Querverbindungen und Erkenntnisse für Genetik, Designer-Werkstoffe, Astrophysik und andere Disziplinen entdeckt. Dort eben, wo Menschen versagen, weil sie von den riesigen Datenlawinen überfordert sind, die moderne, technikgestützte Wissenschaften erzeugen.

Dabei wollen die TU-Experten ganz neue, bundesweit einmalige Technologien entwickeln, um Datenanalyse-Verfahren, die sich beispielsweise in der Physik bewährt haben, auch den Medizinern zugänglich zu machen und umgekehrt. Ein mögliches Anwendungsszenario: Genetiker könnten im Superrechner Zehntausende Digitalfotos aus ihren Mikroskop-Laboren wie auf einem Stapel ablegen. Der künstliche „Datenanalyst“ würde diese Terabyte-Fluten durchforsten und daraus berechnen und visualisieren, wie etwa eine biologische Zelle wächst, wie sie Nähr- und Botenstoffe umschlägt, was auf molekularer Ebene dabei passiert. Zu guter Letzt gibt er den Genetikern Bescheid, dass sie sich ihre Zellvideos abholen können – während das Superhirn schon über dem nächsten Problem grübelt.

Um solche Analysen zu ermöglichen, soll unter dem Projektnamen „HPC-DA“ (steht für High Perfomance Computing – Data Analytics“) der hochabgesicherte Uni-Supercomputer im Dresdner Süden mehr Speicher, spezielle Programme und neue Rechnerknoten bekommen. ZIH-Chef Prof. Wolfgang Nagel will beispielsweise sehr schnelle Chip-Festplatten und andere nichtflüchtigen Speicher für den HPC-DA anschaffen und das Datentransfer-Tempo zwischen Speicher und Rechenkern um den Faktor 500 erhöhen. In die Kosten werden sich Land und Bund voraussichtlich hineinteilen.

Von Heiko Weckbrodt

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