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Suizid verhindert: Dresdner Martin Rudolph erhält Sächsisches Lebensrettungsehrenzeichen

Suizid verhindert: Dresdner Martin Rudolph erhält Sächsisches Lebensrettungsehrenzeichen

Manchmal entscheiden nur Sekunden über Leben und Tod. Der Dresdner Martin Rudolph hat in einem solchen Moment die richtige Entscheidung getroffen und einen Selbstmord verhindert.

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Lebensretter Martin Rudolph (r.) und Bürgermeister Detlef Sittel.

Quelle: Christin Grödel

Am Dienstag erhielt er dafür das Sächsische Lebensrettungsehrenzeichen.

Es passierte am 21. Februar dieses Jahres. Martin Rudolph, der als Wissenschaftler im Helmholtz-Institut in Freiberg arbeitet, war an diesem Nachmittag auf dem Weg nach Hause. Auf der Muldentalbrücke fiel ihm ein Mann auf, der jenseits des Geländers stand. „Einen Moment habe ich überlegt. Aber mir war klar: Irgendwas war nicht richtig, die Situation war gefährlich. Also drehte ich um“, erinnert sich der 31-Jährige.

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Lebensretter Martin Rudolph (l.) und Bürgermeister Detlef Sittel (CDU).

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Gemeinsam mit einer anderen Ersthelferin, die ihrerseits zu einem späteren Zeitpunkt in Freiberg geehrt wird, rief er den Rettungsdienst und versuchte, den Mann am Sprung zu hindern. „Wir haben lange Gespräche geführt. Alle Details sind mir noch sehr präsent“, sagt der Dresdner. Oft habe der Mann verlangt, in Ruhe gelassen zu werden. Aber Martin Rudolph hakte sich bei ihm ein und konnte schließlich sein Vertrauen gewinnen.   Nach rund einer halben Stunde gelang es ihm und den herbeigerufenen Rettungskräften, den Mann über das Geländer in Sicherheit zu ziehen. Er wurde in eine Fachklinik gebracht. Einige Zeit später bedankte er sich bei seinem Retter in einem Brief.

„Martin Rudolph hat großen Anteil daran, dass der junge Mann noch lebt und seiner Familie wohl viel Leid erspart bleibt. Es ist nicht selbstverständlich, in einer solchen Situation so couragiert zu handeln“, erklärte Detlef Sittel (CDU), Zweiter Bürgermeister der Stadt, im Rahmen der Ehrung. Die Verleihung des Sächsischen Lebensrettungsehrungszeichens soll zum einen Dank ausdrücken, zum anderen aber auch ein Beispiel sein. „Das Handeln von Martin Rudolph zeigt: Ich kann meine Zweifel überwinden, ich kann helfen“, so Sittel.

Christin Grödel

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