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Studie: Mehrheit der Dresdner steht Flüchtlingen offen gegenüber

Studie: Mehrheit der Dresdner steht Flüchtlingen offen gegenüber

Laut einer repräsentativen Studie der TU Dresden steht mehr als die Hälfte der Dresdner Flüchtlingen offen und aufgeschlossen gegenüber.

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Quelle: Hauke Heuer

Eine Befragung des Instituts für Kommunikationswissenschaft ergab, dass es 59 Prozent der Befragten gut finden, wenn Stadt und Land Sachsen Geld ausgeben, um Flüchtlingen zu helfen. 57 Prozent begrüßen es, wenn ausländische Fachkräfte nach Dresden kommen und jeder Zweite ist bereit, selbst etwas für Flüchtlinge zu tun. Der Meinung, dass Ausländer nur kommen würden, „um unseren Sozialstaat auszunutzen“, sind nur 16 Prozent der Befragten.

Nur eine Minderheit der Dresdner mache sich wirklich Sorgen um eine Islamisierung. Dass „religiöse Konflikte bei uns ausgetragen werden“, bereite jedem Vierten Sorgen. Das an den Rand drängen unserer Sprache und Kultur beschäftigt 15 Prozent der Befragten, die Veränderung des Stadtbildes durch zu viele Einwanderer ist nur für zehn Prozent ein Problem.

Laut Wolfgang Donsbach, dem Leiter der Studie, seien teilsweise auch Vergleiche zu anderen Erhebungen möglich. Dass zu viele Ausländer in Deutschland leben, meinen beispielsweise in Dresden weniger Menschen als in Westdeutschland, so Donsbach. Dabei bezieht er sich auf Zahlen des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld aus dem Jahr 2012. Dass die Dresdner Zahlen erst vor wenigen Wochen erhoben wurden, spreche weiter für eine moderate Haltung der Dresdner.

Allerdings sind die Dresdner etwas nationalistischer eingestellt als der Bundesdurchschnitt, so Donsbach. 35 Prozent der Befragten treten für ein „hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland“ ein, bundesweit stimmen da nur 17 Prozent zu. 41 Prozent wollen „Mut zu einem starken Nationalgefühl“, bundesweit sind es nur 36 Prozent. Rund 20 Prozent meinen „wer schon immer hier lebt, sollte mehr Rechte haben, als die, die später zugezogen sind“.

„Die Zahlen sprechen für einen leicht erhöhten Nationalstolz, aus dem sich dann auch ein bedenklicher Chauvinismus speist“, so Donsbach. Aber auch diese Einstellungen vertrete nur eine Minderheit.

Für die aktuelle Studie des Instituts für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden wurden im Februar 511 repräsentativ ausgewählte Dresdner telefonisch befragt.

sl

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