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Studie: Immobilien in Dresden sind so teuer wie nie

Studie: Immobilien in Dresden sind so teuer wie nie

Die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser in Dresden haben ein Allzeithoch erreicht. Selbst Gebäude in einfachen Lagen werden zunehmend teurer.

Die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser in Dresden haben ein Allzeithoch erreicht. Selbst Gebäude in einfachen Lagen werden zunehmend teurer. Das geht aus dem aktuellen Marktbericht des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmens "Engel & Völkers Commercial" hervor, der gestern präsentiert wurde. Die DNN analysieren die wichtigsten Ergebnisse.

Von christoph stephan

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Wie dramatisch sind die Entwicklungen bei den Immobilienpreisen?

Laut Stefan Rischke, dem Geschäftsführer von "Engel & Völkers Commercial" in Dresden, haben die Preise in den vergangenen Jahren nicht nur in den guten und sehr guten Lagen wie Loschwitz, Striesen, Blasewitz und Plauen stark angezogen, sondern auch in den als "mittel" eingestuften Stadtteilen wie Strehlen, Gruna, Löbtau und Pieschen. Ein Beispiel: Schwankten die Mieten in Strehlen 2009 zwischen 4,60 Euro und 6,20 Euro pro Quadratmeter, liegen sie 2012 bereits zwischen 5,40 Euro und sieben Euro.

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Dresden ist eine wachsende Stadt, der Immobilienmarkt brummt. Wie viel mehr Umsätze werden mittlerweile erzielt?

Erstaunlicherweise keine. Das Umsatzvolumen sank 2011 um 26 Prozent auf 285 Millionen Euro. Auch die Zahl der Verkäufe ging um gut elf Prozent zurück, was die Experten von "Engel & Völkers" ziemlich überrascht hat. "Hintergrund dieser Entwicklung ist das fehlende Angebot in den guten und sehr guten Lagen", meint Rischke. "In der Folge wichen die Investoren nun auf mittlere und funktionierende einfache Lagen aus, wo die Objekte auch kleiner uns günstiger sind. So ist der Durchschnittskaufpreis von 880 000 auf 740 000 Euro gesunken."

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Hohe Preise sind ein Anreiz, zu verkaufen. Stoßen Vermieter ihre Dresdner Gebäude ab?

Ja, einige Eigentümer nutzen laut Stefan Rischke die Gunst der Stunde. Auf Seiten der Verkäufer stünden weiterhin größtenteils Menschen aus den alten Bundesländern. "Diese haben ihre Objekte steuerindiziert Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre gekauft, nun ist bei ihnen die Zehn-Jahre-Haltefrist für einen steuerfreien Verkauf abgelaufen", erklärt der "Engel & Völkers"-Chef aus Dresden.

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Wie sieht der typische Dresdner Investor aus?

Als Käufer treten mittlerweile überwiegend Privatinvestoren aus Dresden und dem Umland auf. Ganz anders als vor 20 Jahren, als Westdeutsche den hiesigen Immobilienmarkt bestimmten. Diese Investorengruppe ist Rischke zufolge trotzdem weiterhin an der sächsischen Landeshauptstadt interessiert, vorrangig aber an Gebäuden, die für mehr als 1,5 Millionen Euro angeboten werden. "Der Anteil ausländischer Investoren ist dagegen gering. Institutionelle Investoren werden ebenfalls nur bei großvolumigeren Objekten aktiv", betont er.

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Was zieht immobilientechnisch in Dresden besonders?

Gesucht wird Qualität, am besten die Sorglos-Immobilie, die auch teuer sein darf. Entsprechend werden reine Mehrfamilienhäuser schnell vermarktet, der Verkauf von Wohn- und Geschäftshäusern mit Gewerbeeinheiten läuft dagegen aufgrund des Nachvermietungsrisikos in der Regel schleppend.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2012

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