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Studie: Das Internet jagt Elektronikmärkten immer mehr Kunden ab

Studie: Das Internet jagt Elektronikmärkten immer mehr Kunden ab

Dem deutschen Markt für Unterhaltungselektronik konnte die Krise nichts anhaben: 2011 ist er auf knapp 27 Milliarden Euro gewachsen. Durch das Internet wandelt sich jedoch der Vertrieb.

Das geht aus einer Studie von Roland Berger und der Handelshochschule Leipzig (HHL) hervor.

Entgegen dem europäischen Trend sind die Umsätze mit Unterhaltungselektronik in Deutschland zuletzt weiter gestiegen. 2010 wuchs der Umsatz um sechs Prozent auf 25,8 Milliarden Euro, 2011 um sieben Prozent auf 27 Milliarden Euro. In Europa gingen die erlöse 2010 hingegen um sechs Prozent zurück. Laut Studie drängen immer mehr Hersteller auf den Markt, so dass Unternehmen in diesem stark fragmentierten Wettbewerbsumfeld kaum noch stabile Anteile halten können.

"Nicht einmal die großen Marktakteure konnten ihre führende Position in den vergangenen Jahren unangefochten behaupten", sagt HHL-Professor Torsten Wulf. Starke Preisrückgänge und neue Wettbewerber aus Asien konsolidierten den Markt. Gestiegen sei vor allem der Anteil über das Internet verkaufter Produkte. 2006 machte er noch 14 Prozent aus, 2010 schon ein Fünftel. Und im Vorjahr lag er bei 25 Prozent.

Einen weiteren Schub für den Online-Handel erwarten die Autoren der Studie, wenn Hersteller direkt Firmen wie Amazon oder eBay beliefern. Es bestehe die reale Gefahr, dass der Online-Trend sowie das Wachstum der Elektrofachmärkte den klassischen Fachhandel in Deutschland zunehmend verdrängen, glaubt Roland Berger-Partner Oliver Merkel.

"Die Verbraucher sind heute stärker vernetzt und können verschiedene Angebote schneller vergleichen", erläutert Max Falckenberg, ebenfalls Partner von Roland Berger. Schon heute kauften deutsche Verbraucher ihre Unterhaltungselektronik hauptsächlich in Elektrofachmärkten. Große Ketten führen hier mit einem Anteil von 65 Prozent am Gesamtumsatz der Branche. Auch reine Onlinehändler wie Amazon und eBay sind bereits seit Jahren aktiv, werden aber von den großen Herstellern noch nicht direkt beliefert.

Ein wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung stellt laut Studie nach wie vor der Preis dar, gefolgt vom Energieverbrauch der Geräte. Auch Individualität und Service gewinnen an Bedeutung.

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