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Studentenleben in Dresden und Leipzig immer teurer - Studentenwerke planen Beitragserhöhungen

Studentenleben in Dresden und Leipzig immer teurer - Studentenwerke planen Beitragserhöhungen

Das Studentenleben ist in den letzten Jahren in Dresden und an anderen sächsischen Hochschulstandorten immer teurer geworden. Semsterbeiträge, Mensaessen und Nahverkehrskosten sind regelmäßig gestiegen.

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Studierende in Dresden und Leipzig müssen mit höheren Beiträgen für die Studentenwerke rechnen.

Quelle: dpa

Das geht aus Zahlen des Wissenschaftsministeriums für den sächsischen Landtag hervor. Die Studentenwerke freuen sich daher über die Ankündigung der CDU-SPD-Koalition in Sachsen zur Erhöhung der Zuschüsse. „Studentenwerke sind das Rückgrat der sozialen Infrastruktur an den Hochschulstandorten", erklärte die Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke zum Koalitionsvertrag. 

Nach den Angaben von Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) auf Anfrage der Grünen-Abgeordneten, Claudia Maicher, sind die Semesterbeiträge in Dresden von 58 Euro im Jahr 2008 auf 71,50 Euro im laufenden Wintersemester gestiegen. In der Außenstelle Zittau/Görlitz des Studentenwerks stieg der Beitrag im gleichen Zeitraum von 56 Euro auf derzeit 68,30 Euro. 

Informationstag an der TU Dresden:

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Marten Fiedler beim blick durch einen Tachymeter, wie er in der Vermessungstechnik häufig eingesetzt wird.

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Semsterbeitrag legt zu  

Zum Vergleich: In Leipzig müssen Studenten gegenwärtig 75 Euro Semesterbeitrag zahlen, vor sechs Jahren genügten noch 55 Euro. In Freiberg stieg der Semesterbeitrag zwischen 2008 und 2014 von 68 auf jetzt 77 Euro. Gestiegen sind ebenfalls die Preise in den Mensen. Im Wintersemester 2008/2009 bekamen die Studenten in Dresden noch für einen Durchschnittspreis von 2,01 Euro ihr Essen, Bedienstete zahlten 3,19 Euro. Im Sommersemester waren durchschnittlich bereits 2,41 Euro fällig, für Angestellte der Uni waren es 3,84 Euro. 

In Leipzig und Chemnitz kommen die Studenten billiger davon. In der Messestadt genügten 2008 noch durchschnittlich 1,94 für ein Essen, in Chemnitz sogar 1,73 Euro. Inzwischen müssen die Studenten 2,56 beziehungsweise 2,01 Euro berappen. Am teuersten ist es jedoch in Mittweida. Dort kostet ein Mensaessen aktuell 2,64 Euro für einen Studenten, 2008 waren es bereits 2,08 Euro.  

Semesterticket teurer  

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Studenten im Hörsaal.

Quelle: dpa

Am meisten schlagen für die Studenten jedoch die Kosten für das Studententicket zu Buche. Auch hier gab es in den letzten Jahren deutliche Steigerungen. Im Wintersemester 2008 gab es das Ticket für Studenten an der TU Dresden noch für 90 Euro, gültig war es im Bereich des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO). Inzwischen sind die Kosten auf 166,20 Euro gestiegen. Das Ticket gilt allerdings auch für den Schienenverkehr in Sachsen. An der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) und an der Hochschule für Musik fallen die gleichen Kosten an. Studenten der Palucca-Hochschule für Tanz kommen mit 125,40 Euro aus. Das Ticket gilt allerdings auch nur für den Bereich des VVO.

In Leipzig sind derzeit 109 Euro fällig, in Chemnitz sind es 156,65 Euro. In Freiberg gibt es kein Semesterticket.  

Kosten bei Studentenwerken steigen  

Hinter diesen Entwicklungen stecken deutliche Kostensteigerungen bei den Studentenwerken. So musste das Studentenwerk Dresden 2013 bereits 22,5 Millionen Euro für Mensen und Cafeterien aufbringen. 2009 genügten dafür noch 18,8 Millionen Euro. Ausgaben für Soziales und Kultur stiegen im gleichen Zeitraum von 2,3 Millionen Euro auf 3,7 Millionen Euro. Allerdings sanken die Ausgaben für das Wohnen von 16,5 auf 15,6 Millionen Euro. In Leipzig, Chemnitz und Freiberg stiegen die Kosten für die Mensen und das Wohnen. In vielen Studentenwerken wird daher werden daher Beitragserhöhungen geplant.

Wie Ministerin Schorlemer dem Landtag mitteilte, plant das Studentenwerk Dresden für den Geschäftsbereich Hochschulgastronomie eine Beitragserhöhung von sechs Euro. Das Studentenwerk begründe dies vor allem mit gestiegenen Personal- und Betriebskosten sowie der Verminderung der Semesterbeiträge aufgrund gesunkener Studierendenzahlen. In Leipzig ist eine Erhöhung um sechs Euro und in Freiberg um drei Euro geplant, teilte Schorlemer dem Landtag mit.

Ingolf Pleil

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