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Studenten kritisieren Pegida-Politik von TU-Professor Werner Patzelt

Studenten kritisieren Pegida-Politik von TU-Professor Werner Patzelt

Mit heftiger Kritik an TU-Professor Werner Patzelt, dem Inhaber des TU-Lehrstuhls für Politische Systeme und Systemvergleich, haben sich am Mittwoch Studenten der Technischen Universität zu Wort gemeldet.

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Werner Patzelt nach der Pegida-Kundgebung am 25. Januar im Gespräch mit Teilnehmern.

Quelle: Stephan Lohse

Sie werfen dem 61-Jährigen Fehler bei seiner Pegida-Analyse vor und legen ihm zur Last, in der gesamten Debatte „mehr politischer Akteur denn Wissenschaftler" zu sein. Patzelt verharmlose Pegida im Namen der Politikwissenschaft, ist dem Flugblatt zu entnehmen, das am Mittwoch gegen 11 Uhr im Hörsaalzentrum an der Bergstraße zu finden war. Unterzeichnet ist es „Studierende an der TU Dresden".

Die Verfasser des zwei A4-Seiten langen Textes finden, dass die Erklärungen des bekannten Dresdner Politikwissenschaftlers „den rassistischen Kern der Pegida-Bewegung negieren". Weiter heißt es: „Herr Patzelt scheint der Ansicht, wer einen festen Beruf hat, über 40 Jahre alt ist und ´normal´ aussieht, kann unmöglich rassistische Einstellungen haben." Patzelt erfuhr am Mittwoch durch die DNN von dem Flugblatt. „Es ist richtig, dass die Studierenden sich artikulieren", stellte er fest, „zumal dann, wenn es Stoff zum Streiten gibt". Beim ersten Lesen des Flugblatts seien ihm aber „teils große Missverständnisse" seiner Haltung aufgefallen. Außerdem „Vorhaltungen, über die man durchaus unterschiedlicher Ansicht sein kann und sich folglich austauschen sollte".

Gegenüber DNN sagte er, durch Fallstudien seiner Studenten und regelmäßige eigene Besuche von Pegida-Demonstrationen, auch schon vor Weihnachten, sei er „ziemlich detailliert, und meistens auch aus erster Hand, darüber informiert, was sich bei und um Pegida tut". Seine öffentlichen Einschätzungen und Kommentare seien auch von „Pegida-Anhängern als differenziert, um analytischen Durchblick bemüht sowie als fair empfunden" worden. Das habe ihm auch „erhebliches Vertrauen seitens der Pegida-Demonstranten eingebracht" und dazu geführt, dass sie wohl auch anfingen, auf das zu hören, was er ihnen „im Interesse des Gemeinwohls unseres Landes" riet.

Patzelt stellt schließlich fest, dies alles scheine „das politische Klima hin zu einer Umgangsweise zu verändern, die er erstrebenswert findet. Das sei dann wirklich „politisches Handeln". „Und sollte ich selbst zu diesem Wandel ein wenig beigetragen haben, würde mich das nicht reuen, sondern freuen.

Christoph Springer

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