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Strom weg: Drewag hat drei Millionen Euro Außenstände

Strom weg: Drewag hat drei Millionen Euro Außenstände

Die Dresdner Stadtwerke (Drewag) haben im vergangenen Jahr 2500 Haushalten den Strom gesperrt. Das teilte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann auf Anfrage der DNN mit.

Gleichzeitig wurden 2014 aber auch 2600 gesperrte Anschlüsse wieder entsperrt. Die Drewag musste 120.000 Mahnungen verschicken und in 22.000 Fällen eine Sperrung ankündigen.

Die Zahlen sind seit 2012 nahezu konstant und in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen. 2005 gab es noch 192.652 Mahnschreiben und 5621 gesperrte Anschlüsse, 2007 waren es 151.584 Mahnbriefe und 3770 Sperrungen. Die entscheidende Wende brachte laut Ostmann 2007 eine Gesetzesänderung mit sich. Danach müssen alle Kunden ein zweites Mal unmittelbar vor dem Termin auf die bevorstehende Sperrung hingewiesen werden. "Dies hat den Effekt, dass viele Schuldner ihre Probleme doch noch gelöst haben und die Sperre vermeiden konnten", so die Sprecherin.

Die Drewag habe in den vergangenen Jahren ihr Mahnverfahren optimiert. "Wir kündigen Sperrungen so früh wie möglich an, damit die Außenstände nicht in Höhen klettern, die die Schuldner nicht mehr bedienen können." Das gesamte Forderungsmanagement sei darauf ausgerichtet, die monatliche Belastung eines Haushaltes möglichst gleich groß zu belassen. Dadurch sollen hohe Nachzahlungen vermieden werden, die ein Grund für Energieschulden seien. "Zudem reagieren wir auch bei stockenden Zahlungen sehr schnell, damit keine großen Summen als Schulden auflaufen können", so Ostmann.

Die Drewag hat aktuell Außenstände in Höhe von rund drei Millionen Euro. Auch diese Zahl ist deutlich gesunken. 2002 hatten die Stadtwerke noch 25 Millionen Euro offene Forderungen, 2011 waren es immerhin noch 5,5 Millionen Euro. In wenigen Einzelfällen sei die Höhe der Schulden ein Problem, so die Drewag-Sprecherin. Aber jedes Problem sei lösbar, wenn der Kunde nur den Weg zur Drewag findet. "Ratenzahlungen sind möglich, wir vermitteln aber auch den Kontakt zu Sozialverbänden, geben den Kunden mit den Behörden abgestimmte Formulare an die Hand, zeigen den richtigen Weg bis hin zum richtigen Ansprechpartner" erklärte Ostmann.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.01.2015

Thomas Baumann-Hartwig

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