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Strom durch Fahrtwind: Dresdner Schüler entwirft Plan zur Energiegewinnung in Autos

Strom durch Fahrtwind: Dresdner Schüler entwirft Plan zur Energiegewinnung in Autos

Wer auf der Schnellstraße im Auto das Seitenfenster herunterkurbelt, der weiß, welche Kraft der Fahrtwind entwickeln kann. "Warum wird diese Energie bloß nicht genutzt?", fragte sich Konstantin Schröter.

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Der 13-jährige Konstantin Schröter will Windtechnik zur Stromgewinnung in Autos nutzen. Für seinen Entwurf wurde er nun ausgezeichnet.

Quelle: Christian Juppe

Der 13-jährige Schüler aus Coschütz setzte sich an seinen Schreibtisch und dachte nach. Dann kam ihm der goldene Gedanke: Luftturbinen zur Stromerzeugung unter der Motorhaube! Innerhalb lediglich eines Tages formulierte er seinen Geistesblitz aus. Und weil er diesen Plan auch an die Messe "modell-hobby-spiel" in Leipzig schickte, wurde er dort gleich für das Wettbewerbsfinale zum Kinder-Erfindertag am vergangenen Donnerstag nominiert.

Vier tellergroße Turbinen könne man mindestens hinter den Windschutz an der Autofront einbauen, sagt Konstantin. Mit dem gewonnenen Strom könnten Licht und weitere Geräte betrieben werden. Serienreif ist diese Erfindung freilich noch nicht. Er sei eher handwerklich an die Sache herangegangen, meint der 13-Jährige, der das künstlerisch ausgerichtete Vitzthum-Gymnasium in Zschertnitz besucht. Von sich selbst sagt er, er habe eben "manchmal so Ideen." Ihn interessieren komplexe Abläufe und Dinge, die sich bewegen. In einem Schulprojekt hat Konstantin zum Beispiel schon mal selbstständig eine Mühle entwickelt, die durch Wasserkraft angetrieben wird.

Die ganze Familie unterstützt ihn bei seinem neuesten Projekt. Die große Schwester ist sogar extra in's Patentamt gegangen, um zu schauen, ob es schon ähnliche Erfindungen gibt. Das Verständnis für Technik spielt im Elternhaus des Schülers eine große Rolle. Der Vater ist Informatiker, die Mutter Verfahrenstechnikerin. "Vergangenen Sommer waren wir im Urlaub in Italien", erzählt Annett Schröter, Konstantins Mutter. Und natürlich gehörte da auch ein Besuch des Geburtshauses von Leonardo da Vinci, dem frühneuzeitlichen Allround-Genie, zum Ferienprogramm. "Über dessen Maschinen haben wir danach viel diskutiert", erzählt Annett Schröter. Die Mutter war es auch, die Konstantin ermutigte, am Kinder-Erfindertag mitzumachen.

Das hat sich gelohnt: Die Jury in Leipzig war von Konstantins Idee so begeistert, dass er den 2. Platz im Wettbewerb erreichte. Als Preis erhielt er Familiengutscheine für das Erlebnisbad Tropical Island in Brandenburg. Und auch Konstantins Klasse in Zschertnitz darf sich freuen, denn Konstantin gewann zusätzlich 300 Euro für die Klassenkasse.

Der 13-Jährige will nun seinen Entwurf zur Stromerzeugung durch Turbinen weiterentwickeln. In Leipzig hat er dazu von der Jury schon einige Anregungen erhalten. Seine Erfindung sei doch geeignet, etwa Laptops unterwegs zu betreiben. "Theoretisch könnte man sogar auf mehr als vier Turbinen zurückgreifen, wenn man sie etwas versetzt einbaut", meint Konstantin. "Dann könnte man die Stromproduktion noch steigern."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.10.2013

Philipp Nowotny

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