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Striezelmarkt gewinnt an Größe - Anlieger sind sauer

Striezelmarkt gewinnt an Größe - Anlieger sind sauer

Mit einer neuen Satzung will die Stadt eine ganzen Katalog von Änderungen für Spezialveranstaltungen wie den Striezelmarkt erreichen. Die heftigsten Diskussionen haben dabei, wie berichtet, Änderungen beim Zuschnitt des Marktgeländes ausgelöst.

Quelle: DNN

Die Stadt will ab 1. Mit einer neuen Satzung will die Stadt eine ganzen Katalog von Änderungen für Spezialveranstaltungen wie den Striezelmarkt erreichen. Die heftigsten Diskussionen haben dabei, wie berichtet, Änderungen beim Zuschnitt des Marktgeländes ausgelöst. Die Gastronomen am Rande des Altmarktes werden damit leben müssen.

Die Stadt will ab 1. Januar 2016 eine neue Satzung für Jahr- und Spezialmärkte erlassen. Völlig neu ist im Satzungsentwurf ein Katalog von Ordnungswidrigkeiten, der "die Einhaltung der in der Satzung vorgegebenen Verhaltensregeln gewährleisten und die konsequente Ahndung von Fehlverhalten ermöglichen soll". Damit drohen erstmals Geldstrafen bei Verstößen. Die Stadt könnte sofort auf Fehlverhalten reagieren, bislang ist dies erst möglich, wenn sich der Standbetreiber wieder für die Teilnahme an einem Markt bewirbt.

Neu ist aber auch das Kartenwerk der Satzung für die Veranstaltungs- und Serviceflächen. Was ganz gut klingt, hatte wohl einen Haken. Die Grenze des Striezelmarktes wurde von der Verwaltung bis an die Häuser gezogen. Diese ganz neue Größe des berühmten Weihnachtsmarktes sorgte für Ärger. "Sie geht über die Bordsteinkante hinweg, da haben wir Gesprächsbedarf", erklärte Heiko Meyer, Inhaber des Altmarktkellers und Chef des Fördervereins Historischer Altmarkt, nach Bekanntwerden der Pläne (DNN berichteten).

Die Ausdehnung des Striezelmarktes könnte unter Umständen den Zugang zu den Restaurants rings um den Altmarkt einschränken, möglicherweise auch Außengeschäfte ausschließen. "Der Striezelmarkt darf natürlich unsere Eingangsbereiche nicht versperren", macht Meyer klar. Aber ansonsten will er zunächst die Anhörung im Wirtschaftsförderungsausschuss abwarten und mit dem Marktamt über die Grenzziehung reden. Das ist inzwischen geschehen, aber auf Änderung kann Meyer nicht hoffen.

Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit wird beim ursprünglichen Entwurf von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bleiben. Für CDU-Stadtrat Dietmar Haßler ist das eine Enttäuschung. Er hatte sich für eine Anhörung der betroffenen Gastronomen im Wirtschaftsförderungsausschuss stark gemacht. "Wer hier das ganze Jahr seine Steuern zahlt, muss eine Chance auf eigene Geschäfte haben", erklärt er. Im Ausschuss legte die Verwaltung einen Alternativvorschlag auf den Tisch, doch daraus wird nichts.

Torsten Schulze von den Grünen erklärt, warum: Bislang gibt es in der Adventszeit auf dem Altmarkt zwei verschiedene Rechtsverhältnisse. Die Budenbetreiber beim Weihnachtsmarkt müssen sich für ihren Stand bewerben und eine nicht unerhebliche Gebühr zahlen. Die Gastronomen am Rand können bislang über die Sondernutzungssatzung bei der Stadtverwaltung zu günstigeren Konditionen auch eine Bude aufstellen und vom Besucherstrom des Striezelmarktes profitieren. "Wir wollen für Gleichbehandlung sorgen", erklärt Schulze. Alle sollen denselben Status haben und dieselben Gebühren für die Stände zahlen.

Am 29. Oktober könnte der Stadtrat die neue Satzung beschließen. Dann müssten sich die Anrainer-Gastronomen künftig für einen Stand auf dem Striezelmarkt bewerben.

Ingolf Pleil

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