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Stress mit dem Dresdner Lahmann-Sanatorium: Bauherr Dietze macht seinem Ärger Luft

Stress mit dem Dresdner Lahmann-Sanatorium: Bauherr Dietze macht seinem Ärger Luft

Der Mann, der bis Ende 2014 das Gelände des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums sanieren und neu bebauen will, war die vergangenen Monate total abgetaucht. Weder gab er Interviews noch beantwortete er kleine Anfragen unserer Zeitung hinsichtlich des millionenschweren Großprojekts auf dem Weißen Hirsch.

Der Grund ist allen Beteiligten klar: Ursprünglich sollte mit den Bauarbeiten Ende 2011 begonnen werden, doch getan hat sich bis heute kaum etwas.

Vor einigen Tagen ist Bernd Dietze nun der Kragen geplatzt. In einem Brief, den der Chef der Dresdner Baywobau-Niederlassung an sämtliche Interessenten für die geplanten Wohnungen im Lahmann-Sanatorium verschickte und der den DNN vorliegt, benennt Dietze erstmals detailliert all die Probleme, mit denen er im vergangenen Jahr zu kämpfen hatte und teilweise noch immer kämpft. "Um es gleich offen und frei heraus zu sagen: Wir haben erstmals in unserer Firmengeschichte keines unserer Zeitziele bezüglich des Verkaufs und Baubeginns erreicht bzw. erreichen können", schreibt der Baywobau-Geschäftsführer. "Begründet wird dies durch erhebliche Schwierigkeiten, die uns durch einen Teil der Ämter der Stadt und öffentliche Vertragspartner gemacht wurden."

Damit geht der Schwarze Peter also ins Rathaus. Bernd Dietzes Unmut ist nachvollziehbar, schließlich führten schon allein zusätzliche Umweltschutz-Auflagen zu Mehrkosten in Höhe von 100 000 Euro. Mit diesem Geld entsteht unter anderem ein Walmdach mit Einflugöffnungen und drei zugluftgeschützten Wärmestuben für die kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, die sich in den Ruinen des Lahmann-Sanatoriums häuslich eingerichtet hat. Nicht wenige hinterfragen den tiefen Sinn solch einer Konstruktion.

Die Probleme hörten damit allerdings nicht auf. Statische Fragen, etwa bei der Errichtung von Stützmauern, und die Wahrung des Schallschutzes brachten laut Dietze "zeitraubende Verhandlungen" mit sich und führten zu "enorm gestiegenen Baukosten". Zwar nennt der Baywobau-Chef keine konkreten Zahlen, doch klar ist, dass das anfangs kalkulierte Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro mittlerweile illusorisch ist. Zeit sei auch bei Verhandlungen mit der Drewag ins Land gegangen. Über eine Laufzeit von 20 Jahren wurde mit den Dresdner Stadtwerken ein Vertrag zur Wärmeversorgung abgeschlossen, doch es galt bis vor kurzem nicht als sicher, dass die künftigen Besitzer der Eigentumswohnungen im so genannten "Dr. Lahmann Park" dabei nicht höheren oder willkürlichen Tarifen ausgesetzt sind. Nun, so Dietze, habe man sich auf die üblichen Wärmebezugstarife einigen können.

Innerhalb dieses Monats sollen für die denkmalgeschützten Gebäude des Ensembles, also den Heinrichshof sowie das Doktor- und Hirschhaus und das Damen- und Herrenbad, die Baugenehmigungen vorliegen. Die Neubauten folgen voraussichtlich bis spätestens Anfang März. "Da wir uns bei den Baukostenverhandlungen zur Sicherung angemessener Endpreise Zeit lassen müssen, kann es schon sein, dass der angestrebte (...) Verkaufsbeginn Ende Februar 2013 sich noch einmal um maximal ein bis zwei Monate hinausschiebt. Dennoch können wir zusichern, dass das Wohnareal weitgehend bis zum Spätherbst 2014 fertiggestellt sein wird", betont Dietze.

Weitere Informationen zum Bauvorhaben finden Sie im Internet auf www.dr-lahmann-park.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.01.2013

Christoph Stephan

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