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Streit vor Gericht: Wer fuhr mit 180 Sachen durch Dresden?

Streit vor Gericht: Wer fuhr mit 180 Sachen durch Dresden?

Der Wagen fuhr langsam los und wurde dann aber immer schneller. Ich dachte, dass wird eine interessante Fahrt", erklärte der Polizeibeamte Matthias K. Nun ist der fall vor Gericht.

Dresden. Der Wagen fuhr langsam los und wurde dann aber immer schneller. Ich dachte, dass wird eine interessante Fahrt", erklärte der Polizeibeamte Matthias K.. "Es ging bis nach Boxdorf. Als wir wieder Richtung Dresden unterwegs waren, fuhr das Auto 180 km/h." Rene B. soll der Fahrer des Wagens gewesen sein, das sich am späten Abend des 9. August 2014 mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd durch halb Dresden geliefert hat. Fast 20 Kilometer bretterten die Autos durch die Stadt. Passiert ist glücklicherweise nichts. Wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs stand der 27-Jährige jetzt vor Gericht. Der junge Mann schwieg zu den Vorwürfen.

An der Großenhainer Straße war damals den Beamten ein Kia aufgefallen, der auf einer Sperrfläche stand. Als sie den Wagen kontrollieren wollten, gab der Fahrer Gas, jagte mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straßen, missachtete mehrfach die Vorfahrt, überholte gewagt, fuhr im Gegenverkehr und verkehrt durch einen Kreisverkehr. An der Boltenhagener Straße in Klotzsche stoppte der Kia. "Die Türen gingen auf und drei Leute sprangen raus", sagte Matthias K., "zwei konnten flüchten, einer wurde festgenommen". Der saß auf der Beifahrerseite, war also nicht der Fahrer. Die Kurzzeitkennzeichen gehörten auch nicht zum Kia, sie waren auf eine junge Frau zugelassen, die sie zuvor dem Beifahrer zur Entsorgung gegeben haben will. Alles etwas seltsam.

Auf dem Fahrersitz fanden die Beamten das Handy von Rene B. Eine Telefonnummer gehörte "Mum", die wurde angerufen und besucht und identifizierte das Handy als das ihres Sohnes. Aber hat Rene B. den Wagen auch gefahren? Die Beamten haben den Fahrer nur wenige Sekunden und bei schlechter Sicht gesehen. Sie haben dann zwar dessen Daten in den Computer eingegeben und waren bei einer Drogensache fündig geworden - aber war der Mann auf dem Polizeifoto auch der "Rennfahrer" Da waren sich beide nicht hundertprozentig sicher. Am Lenkrad und am Schaltknopf wurde zwar DNA gefunden, aber nicht die des Angeklagten. Rene B. war sicher bei der Spritztour mit dabei, nur ist nicht sicher, ob er auch der Fahrer war. Deshalb wurde er freigesprochen.

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