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Streit um geplantes "Hofquartier" in der Dresdner Neustadt

Streit um geplantes "Hofquartier" in der Dresdner Neustadt

Um das geplante "Hofquartier" in der Neustadt bahnt sich ein handfester Streit mit den Anwohnern an: Als die Stadtverwaltung das im Karree Bautzner-, Rothenburger-, Böhmischer- und Martin-Luther-Straße vorgesehene Bauprojekt am Mittwochabend auf einer Bürgerversammlung im Ortsamt Neustadt vorstellte, entspann sich schnell eine recht emotionale geführte Diskussion.

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Die Ruinen, die sich derzeit auf dem Areal befinden, sollen vollständig abgerissen werden. Nur einzelne Säulen bleiben voraussichtlich erhalten.

Quelle: Carola Fritzsche

Zwei Parteien mit jeweils eigenen Interessen saßen da zusammen und es fiel schwer, einen Konsens zu finden - trotz der Moderationsversuche von Ortsamtsleiter André Barth.

"Es ist vorgesehen, mit diesem Projekt für eine ressourcensparende, nachhaltige Stadtentwicklung einzustehen", sagte Matthias Flörke-Kempe vom Stadtplanungsamt. Gemeint ist damit, dass auf Brachflächen Neubauten entstehen sollen. Eine genauere Vorstellung vom Aussehen der so genannten "Grünen Oase" vermittelten die Architekten Jan Tröber und Johannes Pätzold: Geplant sei eine familienfreundliche, kleinteilige Bebauung mit viel Grünfläche und einer Tiefgarage. Das "Hofquartier" soll von einer Art Fußweg geteilt werden. Auf der einen Seite entstehen freistehende Stadtvillen und gegenüber dreigeschossige "Hochhäuser", so die Architekten. Für viel Zündstoff sorgte dann allerdings das Thema "beidseitige Befahrung".

Die Böhmische Straße soll zwar eine verkehrsberuhigte Zone für Anlieger sein, allerdings ist zusätzlich eine neue Trasse von der Bautzner Straße kommend vorgesehen, die durch das Wohngebiet führen soll und als Abkürzung von Nicht-Anliegern "missbraucht" werden könnte.

Die Wohnungen sind nur zur Vermietung vorgesehen, es sollen keine Eigentumswohnungen entstehen. Bei der Frage nach dem Quadratmeterpreis wollten die Investoren aber noch keine genauen Angaben machen. Ebenso zieht es der Bauherr vor, vorerst anonym zu bleiben.

Mit dem Hausbau beginnen wollen die Investoren zwar erst 2014. Die Ruinen auf dem Areal sollen aber aus Sicherheitsgründen schon sehr bald abgerissen werden. Ein Erhalt der Gebäude ist nach Auskunft der Bauherren nicht möglich. Nach Prüfung habe man festgestellt, dass sie einsturzgefährdet sind und aus Kostengründen nicht saniert werden können. Einige der schönen Säulen sollen aber in den geplanten Gewerbebereich integriert werden.

Am kommenden Montag wird das Konzept dem Ortsbeirat Neustadt vorgestellt. Auch hier sind die Anwohner wieder eingeladen, sich zu beteiligen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.10.2012

Beate Erler

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