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Streit um Public Viewing in Dresden: Gibt es die Übertragung 2014 nur mit Eintrittsgeld?

Streit um Public Viewing in Dresden: Gibt es die Übertragung 2014 nur mit Eintrittsgeld?

Wenn beim Eröffnungsspiel der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien am 12. Juni 2014 die Zauberkicker vom Zuckerhut das Eröffnungsspiel in São Paulo bestreiten, werden auch in Dresden zehntausende Menschen vor den Bildschirmen sitzen.

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Tausende Menschen feierten 2012 mit der deutschen Nationalelf am Königsufer.

Quelle: Archiv

Ob daheim oder auch wieder gemeinsam mit vielen anderen Fans unter freiem Himmel, beim Public Viewing, steht derzeit jedoch einmal mehr in den Sternen.

Das Problem: Die Stadt möchte nicht mehr so viel Geld zuschießen wie bei der Europameisterschaft 2012. Damals hatte die PAN GmbH als Public-Viewing-Veranstalter auf dem Filmnächtegelände am Elbufer rund 35000 Euro aus dem Dresdner Stadtsäckel erhalten. Erst nach einem Machtwort von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) wenige Wochen vor Turnierbeginn war die Veranstaltung am Königsufer in trockenen Tüchern, denn Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) wollte ursprünglich nur maximal 25000 Euro beisteuern. Auch diesmal läuft es auf eine Summe heraus, die eine für die Veranstalter halbwegs risikoarme Durchführung kaum möglich erscheinen lässt.

Wenn im Stadion, dann nur im Stadion

Mögliche Folgen sind, dass entweder nur noch die wenigen lohnenswerten Spiele wie jene mit Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft und das Finale gezeigt werden können oder die Dresdner zukünftig Eintritt zahlen müssen. Letztere Variante hatte unter anderem die Betreibergesellschaft des Glücksgas-Stadions damals notwendigerweise in Betracht gezogen, da die Nutzung des Geländes an der Lennéstraße relativ hohe Kosten in sich birgt. Das dürfte auch im kommenden Jahr der Fall sein. "Wir würden unter gewissen Voraussetzungen unseren Hut wieder in den Ring werfen", bestätigt Stadionmanager Hans-Jörg Otto Gedankenspiele für eine neuerliche Bewerbung. Eine dieser Voraussetzungen sei, dass der ganze WM-Sommer im Stadion läuft.

Otto ist sich allerdings durchaus der Tatsache bewusst, dass er sich nur schwer durchsetzen können wird gegen eine etablierte Institution wie das Public Viewing auf dem Filmnächtegelände, das die Stadt im Vorfeld der EM 2012 favorisiert hatte. Die Stadionprojektgesellschaft beschäftige sich mit dem Thema, spruchreife Ergebnisse gebe es allerdings noch nicht, so Otto weiter. Zuerst müsse es ein vernünftiges, tragfähiges Gesamtkonzept geben, wie man das Public Viewing in Dresden zukünftig durchführen wolle. In Leipzig habe man fünf bis acht Euro Eintritt verlangt und sei mit einer schwarzen Null aus der Sache herausgekommen, berichtet Otto. In Dresden hätten sich die Leute jedoch daran gewöhnt, keinen Eintritt entrichten zu müssen.

Konflikt mit Lärmschutz drohtdurch späte Anstoßzeiten

Zudem wies Otto auf ein mögliches Lärmschutzproblem aufgrund der Zeitverschiebung zwischen Mitteleuropa und Südamerika hin. Weil auf der Südhalbkugel im Juni und Juli Winter ist und somit Normalzeit gilt, kommt durch die Sommerzeit in Deutschland sogar noch eine weitere Differenzstunde hinzu. Die meisten Spiele in Brasilien werden voraussichtlich 13 und 17 Uhr angepfiffen, wären also ab 18 bzw. 22 Uhr in Dresden zu sehen. Die Abendspiele, darunter die beiden Halbfinals, würden demnach selbst ohne Verlängerung bis kurz vor Mitternacht andauern. Ob ein Schauplatz mitten in der Stadt für eine so späte Übertragung in Frage kommt, muss noch entschieden werden. Das Finale soll am 13. Juli 2014 um 21 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen. StS

Stefan Schramm

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