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Streit um Gastronomie im Dresdner Kulturpalast

Streit um Gastronomie im Dresdner Kulturpalast

Eigentlich, sagt Projektleiter Thomas Puls von der Kommunale Immobilien Dresden GmbH und Co KG (KID), ist der Kulturpalast eine langweilige Baustelle. „Wir liegen im Zeitplan und haben die Kosten im Griff.

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Der Rohbau ist beendet. Blick in den künftigen Konzertsaal des Kulturpalasts.

Quelle: Wiebke Theuer

“ Langeweile kommt bei KID-Geschäftsführer Axel Walther trotzdem nicht auf. Während die Bauarbeiter ihren Job machen, ist in der Stadtpolitik mal wieder eine Debatte zur Gastronomie entbrannt. Es gibt Interessenten, die sich eine „richtige“ Gaststätte in der Stadthalle wünschen und nicht wie geplant nur ein Bistro mit 80 Plätzen.

Nach DNN-Informationen wird die Diskussion von der „Dresden Information“ befeuert, die vor Beginn der Bauarbeiten aus dem Kulturpalast ins Quartier F an der Frauenkirche gezogen ist und die nach den Vorstellungen der Verantwortlichen das gediegene Ambiente nicht mehr verlassen soll. Das müsste sie aber 2017 – im sanierten Kulturpalast sind Räume für die „Dresden Information“ vorgesehen.

Damit diese Räume nicht leerstehen, soll in den Fraktionen des Stadtrats ein intensives Werben für die Gaststätte eingesetzt haben, berichten mehrere Stadträte. Für 2017 wird die „Tourist Information“ neu ausgeschrieben – wenn es eine neue Nutzung gibt, könnte der Umzug in den ungeliebten Kulturpalast umgegangen werden, so das Kalkül.

Walther weist indes darauf hin, dass der Einbau einer Gaststätte vor dem Umbau mit 200.000 Euro Zusatzkosten beziffert worden war. „Jetzt ist der Bau deutlich vorangeschritten und es würde natürlich entsprechend teurer werden, die Infrastruktur für ein Restaurant mit Küche zu schaffen.“ Lüftung und Fettabscheider in Räume zu installieren, die dafür nicht vorgesehen waren, kostet eine Stange Geld. Zur Erinnerung: Die Gaststättenpläne waren schon einmal am Kostenargument gescheitert.

Vielleicht geht es ja auch ohne Gastronomie: Nach DNN-Informationen sollen potenzielle Mieter zwar nicht gerade Schlange stehen, aber durchaus vorhanden sein. So wünschen sich mindestens zwei renommierte Kultureinrichtungen in bester Lage Räume für Besucherzentren. Damit wäre der „Dresden Information“ geholfen und die Kosten könnten im Rahmen bleiben, weil kein Restaurant gebaut wird.

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Die Bauarbeiten im Dresdner Kulturpalast kommen voran. Seit dem 10. Juli wird ein großes Gerüst im zukünftigen Konzertsaal aufgebaut.

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Hungern müssen weder die Besucher des Kulturpalastes noch die Musiker der Philharmonie: Das Bistro bietet Snacks und Getränke an. Im für das Publikum nicht zugänglichen Bereich entsteht eine Mitarbeiterkantine, die natürlich nicht so heißt, sondern „Künstler-Foyer“, wie Puls erklärt. „Dort können sie ihre Schnitten essen“, meint er lächelnd.

Noch liegt in der Kantine Bauschutt, während im Konzertsaal jede Menge Stahl bearbeitet wird. Gerüstbauer errichten die Hilfen, auf denen die Bauarbeiter der Firma Lindner AG in wenigen Wochen mit dem Ausbau des Saales beginnen.Damit bei der Akustik nichts schiefgeht, wird Ende Juli ein in Holland stationiertes Modell des Konzertsaals im Maßstab 1:10 nach Dresden überführt. Mitarbeiter des Unternehmens Peutz werden die am Computer berechneten Werte im Modell austesten und in die Ergebnisse für die Gestaltung des Saales nutzen. Zum Stadtfest wird das Modell vom 14. bis 16. August der Öffentlichkeit präsentiert – Interessenten können durch eine Glasscheibe in den „Miniatursaal“ blicken.

Weit vorangeschritten ist der Ausbau der Bibliothek, hier haben die Trockenbauarbeiten schon begonnen. Langeweile auf der Baustelle – hinter den Kulissen dagegen ist es nach wie vor hoch spannend.

Thomas Baumann-Hartwig

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