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Streit um Festival im Dresdner Bunker

Streit um Festival im Dresdner Bunker

Die Betreiber des Bunkers in der Reithalle Dresden stehen wegen eines angeblichen zweitägigen Konzerts der rechtsextremen Szene in der Kritik. Wie ein Rechercheteam der Antifa herausgefunden haben will, tritt bei der zweitägigen Veranstaltung mit „Death in June“ eine Band auf, die in der rechten Szene einen einschlägigen Namen habe.

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Ein Festival im Dresdner Bunker ist umstritten, weil es die Antifa für eine rechtsextreme Veranstaltung hält. Staatsschutz und Stadt haben dagegen keine Bedenken.

Quelle: Volkmar Heinz

Der Bunker werde mit dem „Runes & Men“-Festival am Freitag und Sonnabend zum Pilgerort für Neonazis, lautet der Vorwurf der linken Gruppierung.

Dagegen verwehren sich die Bunker-Macher mit einem auf ihrer Homepage veröffentlichten Schreiben. „Nach mehrtägiger intensiver Recherche“ habe man keine Bestätigung für eine politisch rechte Gesinnung der Musiker finden können, sondern sogar Statements von einigen der geladenen Künstler erhalten, in denen diese „auf ihren eindeutig antifaschistischen Background hinweisen“. Außerdem unterliege keine der auftretenden Bands einem Auftrittsverbot oder sei in irgendeiner Weise strafrechtlich relevant.

Dabei führen die Antifa-Rechercheure Bedenken an, die nicht allzu sehr aus der Welt gegriffen scheinen. Mit der Band „Death in June“ sei eine Band geladen, die früher ein indiziertes Album herausgebracht hatte, auf dem unter anderen eine Vertonung der SA-Hymne Horst-Wessels-Lied zu hören war. Das geschah allerdings in den 80er Jahren, liegt weit zurück. Dennoch sei die Gruppe eine „extrem rechte Neofolk-Ikone“.

Dafür haben jedoch weder der Staatsschutz noch die Stadt Dresden Anhaltspunkte, die beide die Veranstaltung geprüft haben, wie es auf Anfrage von DNN-Online hieß. Bei „Death in June“ handle es sich um keine rechtsextremistische Band. Außerdem habe der Veranstalter anwaltlich versichert, dass keine indizierten Titel aufgeführt werden, wie die Stadt mitteilt. Deshalb gebe es auch keine Auflagen für die Veranstaltung. Außerdem gebe es keinen Anlass, die Veranstaltung zu beobachten. Ob das die Dresdner Polizei oder der Staatsschutz ebenso sehen, ließ sich trotz Anfragen nicht in Erfahrung bringen.

uh

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