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Streit mit den Nachbarn landet vor Gericht

Streit mit den Nachbarn landet vor Gericht

itigkeiten entwickeln mitunter eine gewisse Eigendynamik, da hat es ein Zoff über einen Maschendrahtzaun auch schon mal ins Fernsehen gebracht. Häufiger landen solche Streitigkeiten aber vor Gericht.

Claudia Ulrike W. Gestern saßen Mutter Claudia Ulrike W. und ihre Tochter Daniela P. gemeinsam auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft warf ihnen Vortäuschens einer Straftat und falscher Verdächtigung vor. Claudia Ulrike W. hatte im März 2013 einen Unfall vor ihrem Wohnhaus auf der Großenhainer Straße bei der Polizei angezeigt. Eine Renaultfahrerin sei beim Einparken gegen ihren Fiat gefahren, hätte einen Schaden verursacht und die Unfallstelle verlassen. Die Frau würde sich in dem Haus aufhalten, in dem sie selbst wohnt, hatte sie den Beamten gesagt. Ihre Tochter Daniela P. soll dies bestätigt haben.

Die Ermittlungen ergaben allerdings, das es den Schaden an dem Fiat schon lange vorher gab. Der war den Bewohnern des Hauses viel früher aufgefallen. Der Schaden sei schon einmal angezeigt worden, sagte ein Nachbar. "Ich war an jenem Tag zu Besuch dort und bin ihr nicht an das Auto gefahren. Ich hatte zwar eine Beule an meinem Auto, aber schon vorher." Das wurde auch bei den Ermittlungen festgestellt. Das Unfallbild des Renault passte nicht zum Fiat.

Richter Herbert Dietz versuchte mit einem Rechtsgespräch, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Sache etwas abzukürzen. Claudia Ulrike W. schien mit dem Ergebnis nicht einverstanden zu sein. Sie schimpfte und verließ dann den Saal. Zwischen ihrer Familie und den anderen Anwohnern stehen die Zeichen auf Sturm. Das war nicht zu übersehen und vor allem nicht zu überhören. W. beschimpfte die Nachbarn, die als Zeugen geladen waren, ordentlich. "Diese seien als Nachbarn eine Katastrophe." Die nahmen es gelassen. "Wir sind an so etwas gewöhnt."

Claudia Ulrike W. wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen je sieben Euro verurteilt. Das Verfahren gegen ihre Tochter wurde eingestellt. Daniela P. war erst im Juli wegen Verletzung der Fürsorgepflicht, Diebstahls und Drogenschmuggels zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt worden, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Sie hatte mit ihrem Lebensgefährten die gemeinsame kleine Tochter fast verhungern lassen, ihr aber Crystal verabreicht. Mit 13 Monaten wurde sie ihnen weggenommen, das danach geborene Kind ebenfalls.

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