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Streit bei Pegida – Jetzt geht es ums Thema Geld

Druck auf Lutz Bachmann wächst Streit bei Pegida – Jetzt geht es ums Thema Geld

Im Streit um Pegida wächst der Druck auf Lutz Bachmann. Angeheizt von Tatjana Festerling stellen immer mehr Anhänger des asyl- und islamfeindlichen Bündnisses die undurchsichtigen Finanzen von Pegida in Frage. Kern vieler Anschuldigungen: Bachmann bereichere sich.

Der Streit zwischen Bachmann und Festerling hat auch das Thema der Pegida-Finanzen erreicht.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Im Streit um Pegida wächst der Druck auf Lutz Bachmann. Angeheizt von Tatjana Festerling stellen immer mehr Anhänger des asyl- und islamfeindlichen Bündnisses die undurchsichtigen Finanzen von Pegida in Frage. Kern vieler Anschuldigungen: Bachmann bereichere sich.

Nach ihrem Rauswurf bei Pegida hatte Festerling erklärt, Pegida gehe lax und intransparent mit Spendengeldern um. So würden die Spendentonnen, die bei Pegida wöchentlich aufgestellt werden, nicht im Vier-Augen-Prinzip ausgezählt, ihr sei der Einblick in die Vereinsfinanzen verwehrt worden, es habe ein halbes Jahr lang keine Mitgliederversammlung gegeben.

Tatsächlich sind die Pegida-Finanzen eine große Unbekannte. Fest steht inzwischen, dass sich Pegida nicht aus Mitgliedsbeiträgen des Fördervereins finanziert. „Es sind 7 Leute im Orgateam und Verein“, bestätigte Pegida die Anschuldigungen Festerlings. Das bedeutet auch: Obwohl der Förderverein als offen für alle galt und auf der Pegida-Seite weiterhin ein Mitgliedsantrag herunterzuladen ist, nimmt Pegida keine Mitglieder auf. Laut Festerling seien 400 Anträge „verschwunden“.

Vielmehr dürfte sich Pegida über Spenden finanzieren. Beobachter gehen davon aus, dass in den grünen Tonnen wöchentlich eine vierstellige Summe zusammenkommen könnte. Zahlen dazu gibt es freilich nicht.

Genauso unbekannt ist, was Pegida mit dem vielen Geld macht. Aus Festerlings Online-Erklärung lässt sich herauslesen, dass mit einem Teil des Geldes die Reisen der Pegida-Chefs bezahlt werden. Sie schreibt, ihr habe man genau das angeboten. Als Ausgabeposten nennt die geschasste Führungskraft den ihrer Meinung nach unnötigen Kauf einer Lautsprecheranlage. Bachmann hatte zudem via Facebook bekannt gegeben, dass der Verein mehrere Anhänger finanziell unterstützt habe, deren Autos Anfang 2016 angezündet wurden. Zudem wurde laut Pegida-Darstellung im März 2015 eine unbekannte Summe an den verein Aktion Tier Meißen e.V. gespendet. Damals wollte Pegida mit Hilfe der Spendentonnen seine Teilnehmer zählen, blamierte sich dabei aber kräftig.

Weitere Fakten gibt es nicht. Entsprechend schießen die Spekulationen ins Kraut. „Aber findest du es nicht Seltsam, dass Bachmann vor kurzem noch keinen Unterhalt zahlen konnte, und nun fährt er so oft in den Urlaub, scheint keiner normalen Arbeit mehr nachzugehen, und über eine Strafe von 10.000€ hat er gelacht“ (sic!), schreibt ein Pegida-Anhänger bei Facebook, zahlreiche andere Statements wurden gelöscht, beschweren sich erboste Anhänger. Auch Bachmanns deutlich edler gewordener Kleidungsstil wird thematisiert.

Offiziell leben Bachmann und seine Frau von einer Werbeagentur und einem Würstchenstand, heißt es. Bei seinem Prozess wegen Volksverhetzung schätzte das Gericht Bachmanns monatliches Einkommen auf rund 3000 Euro, wogegen der Pegida-Chef keine Einwände erhob.

Sollten Bachmann oder weitere Pegida-Organisatoren wie vorgeworfen tatsächlich vom Geld des Vereins leben, wäre das wohl legal. Da der Förderverein nach DNN-Informationen keine Gemeinnützigkeit beantragt hat, kann das der Vereinsvorstand, bestehend aus Bachmann, Siegfried Däbritz und Finanzchef Stephan Baumann, mit dem Geld machen, was er will.

Von S. Lohse

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