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Streik legt die Dresdner Stadtverwaltung lahm

Streik legt die Dresdner Stadtverwaltung lahm

In der Dresdner Stadtverwaltung wird morgen im Kampf um höhere Löhne für die Angestellten des öffentlichen Dienstes umfassend gestreikt. Nach Angaben der Stadt haben die Arbeitnehmerverbände Arbeitsniederlegungen in den städtischen Eigenbetrieben Kindertageseinrichtungen, IT- und Organisationsdienstleistungen und Friedhofs- und Bestattungswesen sowie im Sportstätten- und Bäderbetrieb angekündigt.

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Quelle: Archiv

Von Stefan Schramm

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben alle Tarifbeschäftigten und Auszubildenden zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Einer Verdi-Sprecherin zufolge ist Dresden der sachsenweite Schwerpunkt der morgigen Ausstände. Betroffen seien neben der Stadtverwaltung und den Kindergärten und Horten auch Dienststellen der Bundeswehr, die Stadtentwässerung, die Sparkasse Meißen sowie die Landratsämter in Pirna und Meißen. Die Streikenden sollen mit Bussen in die Landeshauptstadt gebracht werden. Gegen 10.30 Uhr werden sie in einem Demonstrationszug vom Volkshaus der Gewerkschaften am Schützenplatz durch die Innenstadt marschieren. Auf dem südlichen Vorplatz der Altmarkt-Galerie am Dr.-Külz-Ring sei dann eine Abschlusskundgebung geplant. Die Veranstalter rechnen mit einer hohen Beteiligung an den Arbeitskämpfen und mehreren 1000 Streikenden allein in Dresden.

Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) warnte die Dresdner gestern vor erheblichen Einschränkungen in allen Bereichen der Stadtverwaltung am Streiktag: "Selbstverständlich sind wir bemüht, für die wichtigsten Bereiche Notdienste zu errichten", so Lehmann. "Dennoch bitten wir um Verständnis, dass viele Dienstleistungen während des Warnstreiks nicht erbracht werden können. Die Stadt empfiehlt, Behördengänge möglichst auf einen anderen Tag zu verschieben.

Lehmann bezeichnete es als unverständlich, "dass Verdi nun während der laufenden Verhandlungen zum Mittel der Warnstreiks greift, obwohl weitere Verhandlungstermine zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern bereits vereinbart wurden." So wollen sich beide Seiten kommende Woche Mittwoch und Donnerstag zu erneuten Tarifgesprächen treffen. "Ein Warnstreik ist ein legitimes und zeitlich begrenztes Mittel, um im Vorfeld eben dieser Verhandlungen Druck auf die Arbeitgeber zu verüben", verteidigte Verdi-Sprecher Oliver Greie das Vorgehen der Gewerkschaft.

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes eine Lohnerhöhung um 6,5 Prozent, mindestens aber um 200 Euro. Am Donnerstag vor zwei Wochen waren deshalb unter anderem Freitaler Kindergärtnerinnen in den Ausstand getreten. Nach dem Scheitern der zweiten Tarifrunde in der vergangenen Woche will die Gewerkschaft ihren Forderungen derzeit mit einer bundesweiten Protestwoche Nachdruck verleihen. Die Forderung übersteige die finanziellen Spielräume Dresdens und anderer Kommunen um ein Vielfaches, hieß es dazu gestern von städtischer Seite.

Um die Betreuung der Kinder berufstätiger Eltern bei dringendem Bedarf abzusichern, haben die Stadt und die Gewerkschaften eine Absprache getroffen, nach der am Streiktag eine Kindertagesstätte pro Ortsamtsbereich geöffnet bleibt:

Ortsamt Altstadt: Rietschelstraße 15/17 Ortsamt Neustadt: Johann-Meyer-Str. 21

Ortsamt Pieschen: Weinböhlaer Str. 12 Ortsamt Loschwitz: Winzerstraße 2

Ortsamt Klotzsche: An den Ruschewiesen 4 Ortsamt Leuben: Laibacher Straße 25

Ortsamt Blasewitz: Paul-Gerhardt-Str. 21 Ortsamt Plauen: Bergstraße 6

Ortsamt Prohlis: Berzdorfer Straße 39 Ortsamt Cotta: Helbigsdorfer Weg 3

Diese Kindertagesstätten sind unabhängig von ihrer sonstigen Öffnungszeit von 6 bis 18 Uhr geöffnet, die Kita an der Rietschelstraße bis 20 Uhr. Der städtische Kita-Eigenbetrieb hat einen telefonischen Informationsdienst eingerichtet unter Ruf 488 51 01.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.03.2012

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