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Strehlener kämpfen um den Erhalt von 23 Gaslaternen in ihrem Wohngebiet

Strehlener kämpfen um den Erhalt von 23 Gaslaternen in ihrem Wohngebiet

Im Wohngebiet Strehlen ist ein Streit um die Zukunft der Gaslaternen entflammt. "Die bleibt", steht auf zahlreichen Plakaten, die die Anwohner in dem Viertel aufgehängt haben.

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Die Botschaft ist klar: Die historischen Gaslaternen im Wohngebiet Strehlen müssen erhalten bleiben. Dafür setzen sich nicht nur die alteingesessenen Bewohner des Viertels, sondern auch viele junge Familien ein. Von der Stadt fühlen sie sich über das Vorhaben unzureichend informiert.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von Benjamin Winkler

Die Stadt plant entlang von Donndorfstraße, Cauerstraße, Thormeyerstraße und Schurichtstraße 23 historische Gaskandelaber durch 40 moderne LED-Leuchten zu ersetzen.

Das ärgert viele Anwohner, denn die haben von dem Vorhaben erst aus der Zeitung erfahren. "Das sollte wohl eine Nacht- und Nebelaktion werden", sagt Christian Schubert, der Anfang September zusammen mit 131 anderen Bewohnern der Siedlung eine Petition bei der Oberbürgermeisterin eingereicht hat. Darin fordern sie einen sofortigen Baustopp und die Einberufung einer Bürgerversammlung.

Bereits vor fünf Jahren sollten die Gaslaternen aus dem Wohngebiet verschwinden, sagt Klaus Grützmann. Ein Protest verhinderte dies. "Da hatte uns die Stadt zugesichert, uns künftig in die Entscheidungen mit einzubinden, sollte das Vorhaben wieder aufgenommen werden." Doch informiert wurde niemand. Stattdessen landete Mitte September ein Schreiben der Baufirma in den Briefkästen. Geplanter Baubeginn: 17. September. "Ich war entsetzt darüber, wie wir ignoriert wurden", so Schubert.

Noch stehen die Gaslaternen. Der Abbau sei wegen "technischem Abstimmungsbedarf" verschoben worden, teilt Pressesprecherin Nora Jantzen mit. Der Bau könne frühestens Mitte Oktober starten. "Es geht u.a. noch um die Abstimmung des Lampentyps", so Jantzen. Nach Informationen der Anwohner soll es sich um fünf Meter hohe, schmucklose Peitschenleuchten handeln, die Gaslaternen messen hingegen nur 3,50 Meter. "Das ist eine unmögliche Sache. Es handelt sich hier um ein historisch gewachsenes Wohngebiet aus den 30er Jahren, zu dessen Identität auch die historischen Laternen gehören", sagt Grünen-Stadträtin Ulrike Hinz.

Ausschlaggebend für die Entscheidung zum Austausch der Gaslaternen seien deren hohes Alter, der damit verbundene Verschleiß, die geringe Leuchtkraft, der hohe Energieverbrauch sowie die hohen Kosten für Wartung und Instandhaltung gewesen, betont Jörn Marx (CDU). Der Baubürgermeister hat nun eingelenkt und will in einer Bürgerinformation über das geplante Vorhaben berichten.

"Die Straßenbeleuchtung ist nämlich voll funktionsfähig. Das Gegenteil sollen sie uns erst einmal beweisen", sagt Anwohner Harald Lamprecht. Als Notlösung käme auch eine Umstellung auf elektrischen Betrieb in Frage - solange die äußere Hülle der Laternen erhalten bleibt.

Die Stadt macht wenig Hoffnung: Um die Leuchten auf elektrischen Betrieb umzurüsten, müssten dafür insgesamt 47 Gaslaternen aufgestellt werden, sagt Stadtsprecherin Anke Hoffmann. Das würde 211 000 Euro kosten. Der Umbau auf moderne LED-Beleuchtung hingegen nur 153 000 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.09.2012

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