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Straßennamen-Diskussion im Lahmann-Areal: Hermann Hesse ist jetzt erste Wahl

Straßennamen-Diskussion im Lahmann-Areal: Hermann Hesse ist jetzt erste Wahl

Für letztere plädiert jedenfalls Politik-Professor Werner Patzelt, der zugleich Vorsitzender des Freundeskreises Esperanto an der TU Dresden ist. "Das wäre eine Benennung nach einer bedeutenden früheren Sängerin an unserer Semperoper", sagt er.

Wie soll sie künftig heißen, die neu entstehende Straße im Lahmann-Areal? Hermann-Hesse-Ring, Antonia-Dietrich-Straße oder vielleicht lieber Minnie-Nast-Straße?

Die Straße nach Minnie Nast (1874-1956) zu benennen, findet Patzelt "von der Sache her höchst angemessen". Das würde außerdem "vorzüglich ins Strauss-Schuch-Jahr 2014 passen".

Das glaubt auch Wolfgang Schwarz, der gleichfalls Mitglied im Freundeskreis Esperanto ist. Minnie von Frenckell-Nast, muss man wissen, war auch Mitglied der Esperanto-Gesellschaft in Dresden.

Die Loschwitzer Ortsbeiräte wollen jedoch nicht die neu entstehende Straße im Lahmann-Areal nach ihr benennen, sondern eine andere Straße für die Dresdner Opernsängerin finden. Es gibt bereits zwei Vorschläge, über die nun der Stadtrat befinden muss.

Der eine stammt von Baywobau-Chef Berndt Dietze, der zugleich CDU-Ortsbeirat ist. Er hatte vorgeschlagen, die Straße nach Hermann Hesse (1877-1962) zu benennen. Der bekannte Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger war Kurgast im Lahmann-Sanatorium.

Der andere Vorschlag kommt von der Arbeitsgemeinschaft Straßennamen. Sie brachte Antonia Dietrich (1900-1975) ins Gespräch. Dietrich war eine berühmte Schauspielerin, die dem Dresdner Staatstheater zeitlebens verbunden blieb.

Die Loschwitzer Ortsbeiräte gaben Hermann Hesse den Vorzug. Der Name des Schriftstellers unterliegt allerdings noch der Prüfung durch das Bundesarchiv. Das ist Voraussetzung, wenn eine Straße nach einer Persönlichkeit benannt wird. Sollte wider Erwarten ein schwarzer Fleck auf der weißen Weste entdeckt werden, wollen die Ortsbeiräte auf Antonia Dietrich als Namensgeberin für die Straße zurückgreifen.

Erste Wahl der Loschwitzer Ortsamtsleiterin Sylvia Günther wäre eigentlich Kamerahersteller Sir John Noble gewesen, auf den sich die Ortsbeiräte zunächst verständigt hatten. Er schied aber wieder aus, nachdem bekannt geworden war, dass er offenbar verschiedentlich Falschaussagen gemacht hatte.

Auch am Weidner-Sanatorium, auf dessen Gelände in Wachwitz bis 2016 insgesamt 88 Wohnungen entstehen sollen (DNN berichteten), entsteht eine öffentliche Straße. Die Zufahrt, die zu Weidners Sanatorium führt, soll nach Franziska Tiburtius benannt werden. Darin waren sich die Ortsbeiräte einig. Die deutsche Ärztin (1843-1927) war auch an der Dresdner Frauenklinik tätig.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.05.2014

Katrin Richter

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