Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Straßenmusik: Ausschuss fordert neue Regeln

Musik in Dresden Straßenmusik: Ausschuss fordert neue Regeln

Der Petitionsausschuss des Stadtrats hat die Stadtverwaltung aufgefordert, bis zum 30. Juni Änderungsvorschläge für die Satzung, die die Straßenkunst regelt, vorzulegen. Hintergrund ist die Petition eines Anwohners der Prager Straße, der sich insbesondere über die lautstarken Darbietungen von zwei Musikergruppen aus Osteuropa beklagt hat.

 
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Der Petitionsausschuss des Stadtrats hat die Stadtverwaltung aufgefordert, bis zum 30. Juni Änderungsvorschläge für die Satzung, die die Straßenkunst regelt, vorzulegen. Hintergrund ist die Petition eines Anwohners der Prager Straße, der sich insbesondere über die lautstarken Darbietungen von zwei Musikergruppen aus Osteuropa beklagt hat. Die Straßenmusiker nutzen die Satzung geschickt aus. Nach der erlaubten halben Stunde tauschen sie einfach ihre Standorte, die 150 Meter voneinander entfernt sind, und setzen die Beschallung fort. Über Kunst lässt sich zwar nicht streiten, die dargebotene Musik ist aber vor allem eines: laut.

Vertreter von Straßen- und Tiefbauamt und Ordnungsamt hatten den Ausschussmitgliedern erklärt, dass sie keine Handhabe hätten, gegen die Musiker vorzugehen und dem lautstarken Treiben ein Ende zu setzen. Zumal es sich vor allem um Personen ohne festen Wohnsitz in Deutschland handele. Der Ausschuss will nun mehrheitlich, dass die Verwaltung Möglichkeiten prüft, wie die lautstarken Auftritte eingeschränkt werden können.

2014 hatte die Stadtverwaltung die Regeln für die Straßenmusik verschärft. Straßenmusiker mussten danach aufwendig eine Sondererlaubnis beantragen und dafür Gebühren bezahlen. Das hatte zu einem starken Rückgang der Straßenmusik geführt. Viele Straßenmusiker machten um Dresden einen Bogen. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit hält Straßenmusik für unentbehrlich in einer Kunst- und Kulturstadt und hat im Juni 2015 die strengen Regeln außer Kraft gesetzt. Straßenmusiker können nun wieder ohne Genehmigung auftreten und müssen sich an ein sehr überschaubares Regelwerk halten.

Juristen kritisieren, dass die geänderte Satzung den Konflikt zwischen Anwohnern und Straßenmusikern einseitig zu Gunsten der Straßenmusiker entscheide. Mehrere Regeln seien praktisch nicht kontrollierbar. Der Petitionsausschuss will nun Vorschläge aus der Verwaltung haben, wie das kreative Ausnutzen der Schwächen in der Satzung erschwert werden kann. Nach DNN-Informationen haben die beiden SPD-Vertreter im Ausschuss dafür gesorgt, dass der Auftrag zur Überarbeitung der Satzung eine Mehrheit fand.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Aufschrei eines entnervten Anwohners

Es ist der Aufschrei eines entnervten Anwohners: „Es ist seelische Grausamkeit, wenn man diese Musik den ganzen Tag hören muss“, schreibt der Mann, der seit 1973 im Zentrum von Dresden wohnt. „Sie singen laut und spielen falsch. Das ist für einen Bürger mit einem normalen musikalischen Gehör nicht auszuhalten.“

mehr
Mehr aus Lokales
Anzeige
  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Wettersponsor

Das Wetter in und um Dresden präsentiert Ihnen die Toskana-Therme Bad Schandau.