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Stimme gegen den Konsum: Primark-Gegner protestieren in Dresden

Stimme gegen den Konsum: Primark-Gegner protestieren in Dresden

„Dein Kassenbon ist ein Stimmzettel. Jedes verdammte Mal“- unter diesem Motto versammelten sich am Donnerstagvormittag Protestierende gegen die Primark-Eröffnung.

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Protest gegen Primark in Dresden.

Quelle: Dominik Brüggemann

„Wir möchten ein Zeichen gegen den Konsum setzen und die Menschen aufrütteln, nicht immer nur zu kaufen und zu kaufen“, erzählen die Protestlerin Alma und Hanna.

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Der neue Primark in Dresden.

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 „Primark beutet seine Mitarbeiter aus, sowohl die Näherin in Bangladesch als und die in Deutschland. Auch die Mitarbeiter in Dresden erhalten rund 680 Euro weniger im Monat als ihnen laut Tarif zustehen würde“, behauptet Schülerin Alma, die sich an den Protesten beteiligt hat. Die Primark-Verantwortlichen reagierten am Eröffnungstag auch auf die Kritik an den Produktions- und Arbeitbedingungen. „Wir teilen unsere Produktionsstätten zu 98 Prozent mit anderen Textilfirmen und setzten uns für bessere Bedingungen in unseren Herstellerländern ein“, so Primark- Chef-Personalerin Petra Groth während der Eröffnung.

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Exklusive Eindrücke aus dem Dresdner Primark-Laden vor der offiziellen Eröffnung.

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Ebenfalls auf der Prager Straße veranstaltete ein Bündnis aus Konsumgegnern eine „Kleidertauschaktion“. „Statt immer nur nach dem Wegwerfprinzip zu kaufen, lohnt es sich, mit seinen Freunden eine Tauschaktion zu veranstalten, so hat jeder am Ende des Tages ein neues Teil im Schrank oder zu konsumieren“, so die Veranstalter. Im Rahmen der Aktion lud das Aktionsbündnis Näherinnen ein, die kaputte oder veraltete Kleidung wieder reparieren und ihr neuen Schwung verleihen soll. „Lieber mal ein Teil mit Pailletten neu besticken als ständig nach neuem zu gieren“, fasst Sara die Aktion zusammen. Bereits in den Tagen vor der Eröffnung, kritisierten Umweltschützer die Gefahren für Gesundheit und Umwelt durch die Textilien.

Die Umweltbelastung durch die Primark-Textilien sei hoch, so Greenpeace-Sprecherin Kirsten Brodde. In Kinderkleidung von Primark habe Greenpeace in einem Test jüngst jede Menge schädliche Chemikalien gefunden – hormonell wirksame Weichmacher oder Fluorchemie, die das Immunsystem, die Schilddrüse oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. „Und dies sind nur Rückstände – in der Produktion wird ein Vielfaches davon eingesetzt und gelangt oft ungeklärt in Flüsse und Seen“, empört sich Brodde. Primark betonte am Donnerstag hingegen, dass das Unternehmen der Detox-Kampagne von Greenpeace beigetreten sei.

jv

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