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Stilles Gedenken an der Dresdner Frauenkirche: Kerzen zum Gedenken an Opfer

Stilles Gedenken an der Dresdner Frauenkirche: Kerzen zum Gedenken an Opfer

Dresden. Stunden vor dem Gedenken am 68. Jahrestag der Zerstörung der Stadt 1945 loderten am Mittwoch die ersten roten und weißen Grablichter rund um die Dresdner Frauenkirche.

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Vor der Frauenkirche werden auch in diesem Jahr wieder hunderte Kerzen brennen.

Quelle: dapd

Auch im Gotteshaus zündeten Touristen Kerzen an und stellten sie um das originale, aus den Trümmern geborgene und im Kirchraum aufgestellte Strahlenkreuz.

Ehrenamtliche Helfer mit weißen Rosen am Revers erklärten einer Kindergarten-Gruppe die Bedeutung des Gedenktages. Die Drei- bis Siebenjährigen lauschten gebannt der Geschichte des Bauwerks aus dem 18. Jahrhundert, das durch die Bombardierungen der Elbestadt vom 13./14. Februar 1945 zerstört und nach 1990 mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebaut worden war. Die Kirche ist bis in die Nacht zum stillen Gedenken geöffnet, nach der Menschenkette am Abend finden Friedensandachten statt.

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Die Kerzen brennen zur Mahnung gegen Krieg und Gewalt

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Wenn es dunkel ist, wird wie in den vergangenen Jahren das Bild einer brennenden Kerze auf die Fassade des Bauwerks projiziert. Das Gedenken an diesem Ort habe sich verändert, sagte der Geschäftsführer der Frauenkirche-Fördergesellschaft, Hans-Joachim Jäger. Die Jüngeren hätten meist keinen Bezug mehr zum 13. Februar und dessen Bedeutung, und die Überlebenden würden Jahr für Jahr weniger.

Gegen Nachmittag brennen die ersten rund 20 Kerzen vor der Frauenkirche. Die ersten Dresdner stellten bereits gegen Mittag ihr Licht zum Gedenken auf. "Ich wurde vor 10 Jahren in der Frauenkirche getauft und mir liegt es darum sehr am Herzen, dass es nie wieder Krieg gibt und diese schöne Kirche zerstört wird", so eine Dresdnerin.

"Mein Vater hatte schwere Kriegsverletzungen und jahrelang danach noch ein schweres Trauma, ich weiß, wie schlimm Krieg ist", erzählt ein Dresdner Gärtnermeister. "Wir sind heute hier, um friedlich zu gedenken und ein Zeichen gegen den Krieg zu setzen".

dpa / JV

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