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„Stille Örtchen“ an neun Dresdner Schulen in Sommerferien saniert

Sanitäranlagen in 31 Schulhäusern sanierungsbedürftig „Stille Örtchen“ an neun Dresdner Schulen in Sommerferien saniert

Handwerker erneuern an neun Schulen im Stadtgebiet die Wasch- und Toilettenräume. Trotzdem warten weitere 31 Schulen auf die Sanierung ihrer stillen Örtchen. Das ist fast jede vierte Dresdner Schule.

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Mihaly Verse vom Baugeschäft Geißler legt letzte Hand in der Jungentoilette der 51. Grundschule in Striesen an.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Handwerker erneuern momentan an neun Schulen im Stadtgebiet die Wasch- und Toilettenräume. Trotzdem warten nach Informationen aus dem Schulverwaltungsamt weitere 31 Schulen auf die Sanierung ihrer stillen Örtchen. Das ist fast jede vierte Dresdner Schule. 18 von ihnen seien dringend sanierungsbedürftig. Grundsätzlich will Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) künftig mehr Schulen „in zwei, drei, vier Sommerferien hintereinander sanieren, um Schulen nicht auslagern zu müssen“. Auslagerungsstandorte seien knapp, der Sanierungsstau nach wie vor immens und die Stadt nicht in der Lage, die Versäumnisse vergangener Jahre schnell aufzuholen, betonte er bei einem Besuch der 51. Grundschule „An den Platanen“ in Striesen. „Wir tun aber, was man tun kann.“

Bald aufatmen können nun die reichlich 400 Mädchen und Jungen der vierzügigen Striesener Grundschule. Hier hatte es insbesondere auf den Jungentoiletten im Wortsinn zum Himmel gestunken, weil die Urinale schlecht abliefen und sich Gestank breitmachte – so beißend, dass einige Kinder schon nicht mehr auf die Schultoiletten gehen wollten. Die letzte Sanierung der Sanitäranlagen an dem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Gebäude ist nach Informationen von Lothar Zille, Projektleiter beim Hochbauamt, länger als 20 Jahre her. Etwa 65 000 Euro kostet die Sanierung der vier Schüler-WCs und der Personaltoiletten. Die Handwerker tauschen die Urinale aus, erneuern Waschtische, Heizungen, Beleuchtung, Trennwände und Zwischentüren, verlegen Fliesen und streichen die Räume. „Die neuen Urinale verfügen nun über drückerlose Armaturen, die Spülung läuft also automatisch, so dass die Kinder nichts mehr tun müssen“, erklärt Zille. Auch Maik Graf, seit anderthalb Jahren Leiter der Schule, ist froh. „Die Zeit, da wir regelmäßig zwei bis drei Urinale sperren mussten, hat jetzt ein Ende.“

Alles in allem 2,96 Millionen Euro investiert die Stadt in die Sanitäranlagen von fünf Grund-, zwei Ober- und zwei Förderschulen. „Zwei Millionen Euro hatte der Stadtrat dafür im laufenden Doppelhaushalt beschlossen, der Rest stammt aus dem Werterhaltungsbudgets des Schulverwaltungsamtes“, so Lames.

 

Komplettsanierung der Sanitäranlagen : 19. Grundschule, Am Jägerpark 5, Radeberger Vorstadt; 30. Grundschule „Am Hechtpark“, Hechtstraße 55, Leipziger Vorstadt; 117. Grundschule „Ludwig Reichenbach“, Reichenbachstraße 12, Südvorstadt; 128. Oberschule „Carola von Wasa“, Rudolf-Bergander-Ring 3, Strehlen; Außenstelle der Schule zur Lernförderung „A. S. Makarenko“, Konkordienstraße 12a, Pieschen; Schule für Hörgeschädigte „J. F. Jencke“ (Haus B), Maxim-Gorki-Straße 4, Trachenberge; Teilsanierung der Sanitäranlagen : 25. Grundschule „Am Pohlandplatz“, Pohlandstraße 40, Striesen; 25. Oberschule, Pohlandstraße 40, Striesen; 51. Grundschule „An den Platanen“, Rosa-Menzer-Straße 24, Striesen

Von Katrin Richter

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